Schalke 04 Victor Agali wird "Knappe"
Hamburg - Der 1,93 Meter große Stürmer, um den auch Hertha BSC Berlin, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund gebuhlt hatten, unterschrieb bei den Gelsenkirchenern einen Zweijahresvertrag. Die Höhe der Ablösesumme, über die Schalke und Rostock Stillschweigen vereinbarten, dürfte zwischen acht und zehn Millionen Mark liegen.
"Ich habe die Möglichkeit, mit Schalke in den nächsten Jahren einige Male international zu spielen. Und vor allem von der neuen Arena bin ich begeistert. Da wird es Spaß machen, vor 60.000 Fans aufzulaufen", begründete Agali, der 1998 für 500.000 Mark vom französischen Zweitligisten SC Toulon zum Ostsee-Klub gekommen war, seinen Wechsel.
Ausstiegsklausel ermöglicht Agali vorzeitigen Wechsel
Der Hansa-Angreifer, der in 63 Bundesliga-Partien bislang 17 Tore erzielte, kann nur deshalb trotz eines bis 2003 laufenden Vertrages Rostock vorzeitig verlassen, weil Agalis Kontrakt eine spezielle Transferklausel enthält. Der Vertragspassus besagt, dass Agali für die festgeschriebene Ablöse von 7,5 Millionen Mark wechseln darf, sein Club aber noch vier Wochen nach einem entsprechenden Angebot bessere Offerten annehmen kann.
"Victor ist ein kopfballstarker Spieler und trotz seiner Größe unheimlich schnell. Durch ihn werden wir noch variantenreicher in unserem Angriffsspiel", erklärte Schalke-Trainer Huub Stevens. Manager Rudi Assauer pflichtete dem 04-Coach bei: "Kaum ein Abwehrspieler in der Bundesliga spielt gern gegen Victor. Mit ihm verstärken wir unseren Kader in der Breite."
Vermant und Djordjevic sind weitere Zugänge
Agali ist nach dem belgischen Nationalspieler Sven Vermant, der ablösefrei vom Erstligisten FC Brügge kommt, der zweite Schalker Neuzugang für die kommende Saison. Als dritten neuen Kicker präsentierte der momentane Bundesliga-Zweite den 25-jährigen Mittelfeldspieler Kristijan Djordjevic vom VfB Stuttgart.
Der jugoslawische Nationalspieler, dessen Vertrag bis 2004 läuft, kommt ablösefrei und soll rechtzeitig zum Saisonstart die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. "Einen solchen Mann haben wir gesucht", freute sich Assauer auch darüber, dass Schalke mit den drei neuen Spielern seine Personalplanungen für die Serie 2001/2002 weitgehend abgeschlossen hat.