Schechter-Zusage BVB vor Millionenregen
Dortmund - Ein Sprecher des BVB-Großaktionärs Florian Homm bestätigte, die Anleihen-Zeichner seien "sehr willig", noch in diesem Jahr werde das Vertragswerk erstellt. Das Gesamtvolumen der Anleihe soll laut "Ruhr-Nachrichten" rund 126 Millionen Euro betragen. BVB-Manager und Geschäftsführer der KGaA, Michael Meier, der diesen Deal maßgeblich aushandelte, dementierte nicht: "Wir sind in dieser Angelegenheit ad-hoc-meldepflichtig. Ich darf nichts sagen." Mit den rund 126 Millionen Euro aus London könnte der Ex-Meister seine Verbindlichkeiten in Höhe von offiziell 118,8 Millionen Euro ablösen. Derweil will Neckermann-Erbe Homm nach dem angekündigten Rücktritt von BVB-Präsident Gerd Niebaum seinen Einfluss weiter ausbauen. Nach dem Austritt von Wilfried Materna will der Fondsmanager die frei gewordene Position im Aufsichtsrat in Anspruch nehmen. Nicht Homm persönlich, sondern ein "wirklich herausragender Wirtschaftsmann", so ein Homm-Berater, soll den Posten übernehmen.
Niebaums angekündigter Rücktritt, der auf der Mitgliederversammlung am 14. November seinen Posten für seinen Vorgänger Reinhard Rauball räumen wird, wird aber nicht überall positiv aufgenommen. Verbraucherschützer Stefan ten Doornkaat von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kommentierte den Kompromiss, nach dem Niebaum bis 2006 Geschäftsführer der KGaA bleiben soll, in der "Süddeutschen Zeitung" süffisant: "Das ist so, als wenn man Auto fährt, zwei platte Reifen hat und dann den Fahrer wechselt."
Ten Doornkaats SdK will auf der Aktionärsversammlung am 16. November ebenso wie die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz den Geschäftsführern Niebaum und Meier die Entlastung verweigern. Zudem will die SdK die beiden zum Rücktritt auffordern und einen Antrag auf Sonderprüfung der Bilanzen stellen.