Schiedsrichteraffäre Amerell legt gegen den DFB nach
Ex-Schiedsrichter Amerell: Affäre noch nicht beendet
Foto: ALEX DOMANSKI/ REUTERSHamburg - Der frühere Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell will den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf Schadensersatz wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte verklagen. Dies kündigte Amerell auf einer Pressekonferenz in der Sportschule Oberhaching bei München an. Ein für Dienstag angesetztes Treffen mit DFB-Vertretern war nach Angaben Amerells am Montagabend kurzfristig abgesagt worden.
Der ehemalige Referee fühlt sich vom DFB seit Beginn des Falls Amerell/Kempter diffamiert und sieht seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, sagte sein Anwalt Jürgen Langer. Der damalige Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter hatte Amerell sexuelle Übergriffe vorgeworfen, was dieser stets bestritten hat.
Das Ziel seines Mandanten sei vor allem Rehabilitierung, so Langer. "Das wird durchgezogen, bis die Wahrheit auf dem Tisch liegt", sagte Amerell. Bis Ende Mai soll die Klage eingereicht sein, bestätigte Langer. Der DFB kündigte eine zeitnahe Stellungnahme an.