Schläge gegen Referee Pinto wegen Boxeinlage gesperrt
Seoul - Pintos Suspendierung gilt laut einer Fifa-Mitteilung für sämtliche Spiele auf internationaler und nationaler Ebene. Eine Entscheidung über das endgültige Strafmaß für den Stürmer von Portugals Meister Sporting Lissabon soll zu einem späteren Zeitpunkt getroffen werden.
Pinto steht unter dem dringenden Verdacht einer schweren Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter Angel Sanchez bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Freitag im WM-Vorrundenspiel gegen Co-Gastgeber Südkorea. Der 30-Jährige, dem mindestens fünf Spiele Sperre drohen, soll den Unparteiischen aus Argentinien nach seiner Roten Karte wegen groben Foulspiels in den Magen geboxt haben. "Einen Schiedsrichter zu schlagen, ist eine ernsthafte Gewalttat", hieß es in einer Fifa-Erklärung.
Fifa will weitere Informationen einholen
Bei der vorläufigen Suspendierung handelte die Disziplinarkommission der Fifa unter Vorsitz des Schweizers Marcel Mathier unter Berufung auf die Artikel 134 und 135 des Fifa-Disziplinarcodes. Demnach kann das Gremium eine vorläufige Sanktion auch ohne Anhörung der betroffenen Parteien verhängen, wenn Anzeichen für einen Regelverstoß vorhanden sind und gleichzeitig nicht ausreichend Zeit für eine eingehende Untersuchung des Falles vorhanden ist.
Portugal war nach der Niederlage gegen Südkorea aus dem WM-Wettbewerb ausgeschieden und nach Hause geflogen. Sanchez hatte Pintos Attacke in einem Sonderbericht festgehalten. TV-Bilder konnten den Vorwurf gegen den Torjäger nicht eindeutig belegen. Allerdings sollen kurz vor der Sitzung der Fifa-Kommission ein schwer belastendes Video aufgetaucht sein.