Schlussverkauf Bayern hat Kovac sicher
Hamburg - Bei einer Runde Golf hat Franz Beckenbauer den Transfer von Niko Kovac zu Bayern München perfekt gemacht. Am Rande eines Wohltätigkeitsturniers in Hamburg einigte sich der Bayern-Präsident mit HSV-Boss Werner Hackmann auf eine Ablösesumme von angeblich elf Millionen Mark für den kroatischen Auswahlspieler, der noch einen Vertrag bei den Hamburgern bis zum 30. Juni 2002 besitzt.
"Irgendwo gibt es immer eine Schmerzgrenze", erklärte Hackmann den Deal lakonisch. HSV-Coach Pagelsdorf, der Kovac gerne gehalten hätte, gab der Macht des Geldes die Schuld: "Letztlich war es eine Situation, wo man die wirtschaftliche Seite sehen muss. Die Bayern haben einen sehr, sehr guten Einkauf getätigt."
"Schön, dass es geklappt hat"
"Ich wäre im nächsten Jahr auf jeden Fall zu den Bayern gegangen. Schön, dass es schon jetzt geklappt hat", sagte der 29-Jährige Mittelfeldspieler. Dahinter verbirgt sich auch die Vorfreude, bald wieder mit seinem Bruder Robert in einer Mannschaft kicken zu können. Denn voraussichtlich wird der 27-jährige Verteidiger von Bayer Leverkusen ebenso trotz bis 2002 laufenden Vertrags noch diesen Sommer nach München wechseln. Als Ablösesumme sind zwölf Millionen Mark im Gespräch.
Am Samstag, wenn sein alter und neuer Verein im Volksparkstadion aufeinandertreffen und es für die Bayern in der Fremde um den Titel geht, wird Niko Kovac mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht zum Einsatz kommen. Ob es die beim 2:4 in Cottbus erlittene Oberschenkelzerrung ist oder Kovac' - mal unterstelltes - Interesse, in der nächsten Saison für den deutschen Meister zu spielen - angesichts des Kampfs um den Titel wird diese Personalie nur wenige interessieren.