Schottland "Braveheart" Berti Vogts
London - Der Arbeitsplatzwechsel von Berti Vogts ist zwar noch nicht perfekt, doch die Unterschrift des ehemaligen Bundestrainers beim schottischen Fußballverband scheint nur noch Formsache zu sein. "Die Verhandlungen mit Vogts und dem kuweitischen Fußballverband sind sehr weit fortgeschritten, und ich bin zuversichtlich, dass wir ihn bald nach Schottland holen können", sagte der Geschäftsführer des schottischen Fußballverbands (SFA), David Taylor, in einer Presseerklärung am Montagnachmittag. Zuvor hatte der britische TV-Sender BBC verbreitet, dass Vogts bereits als Nachfolger für den im Oktober letzten Jahres zurückgetretenen Craig Brown verpflichtet worden sei. Craigs Ausscheiden ging mit der verpassten WM-Qualifikation der "Bravehearts" einher.
Vogts steht allerdings noch bis zum 30. Juni dieses Jahres beim kuweitischen Verband unter Vertrag und betreut die Nationalmannschaft des Golfstaats beim dieser Tage stattfindenden Golf-Cup in Saudi-Arabien. Vermutlich wird Vogts zum Abschluss des Sechs-Nationen-Turniers am 29. Januar sein Engagement am Persischen Golf beenden und nach Schottland wechseln.
"Er ist ein Weltklassetrainer"
Nach Taylors Angaben hat Vogts ausrichten lassen, er wolle die "Bravehearts" über die EM 2004 hinaus auch zur WM 2006 nach Deutschland führen. "Er ist ein Weltklassetrainer", beschreibt Taylor den Wunschkandidaten Vogts. "Ich bin sicher, dass er mit seinem Fachwissen, seiner Erfahrung und seinen Ideen den schottischen Fußball in neue Dimensionen führen kann."