Schwerer Zusammenprall: Keeper im Koma - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Schwerer Zusammenprall Keeper im Koma

Brüche am Kiefer, Jochbein und Nasenbein: Für einen Oberliga-Torhüter endete ein Zusammenprall mit einem Gegenspieler fatal. Ob der Schlussmann jemals wieder Fußball spielen kann, ist mehr als fraglich.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mannheim - Torwart Thomas Weiß von Fußball-Oberligist VfR Mannheim erlitt am Samstagabend im 185. Stadtderby bei Waldhof Mannheim (1:0) schwere Kopfverletzungen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Weiß war in der 25. Minute mit dem Waldhöfer Rene Schwall zusammengeprallt und anschließend regungslos liegengeblieben. Der Torwart, der am Samstag 23 Jahre alt wurde, erlitt im Gesicht dabei zahlreiche Brüche (Oberkiefer, Unterkiefer, Jochbein, Nasenbein).

"Ich glaube nicht, dass Thomas Weiß jemals wieder Fußball spielen kann", sagte VfR-Trainer Rainer Ulrich: "Es werden viele Operationen erfolgen, sobald das möglich ist. So ein Unfall kann beim Fußball immer passieren." Der mit Weiß zusammengeprallte Schwall zeigte sich geschockt: "Im Zweikampf sind wir unglücklich zusammengestoßen. Ich glaube, dass ich noch von einem anderen Spieler gestoßen worden bin. Es tut mir unendlich Leid."

Mittlerweile befindet sich Weiß zwar nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand, dennoch wird er von den Ärzten der Uni-Klinik Mannheim auf Grund eines erlittenen Schädel- und Hirntraumas in einem künstlichen Koma gehalten. Sobald Weiß transportfähig ist, soll er ins Unfallkrankenhaus nach Ludwigshafen oder die Gesichts-Chirurgie der Uni-Klinik Heidelberg verlegt werden.

In den zurückliegenden Monaten hatten auch im Profifußball zahlreiche Torhüter Kopfverletzungen davon getragen. Unter anderem Andreas Reinke von Bundesligist Werder Bremen und der tschechische Nationalkeeper Petr Cech vom englischen Meister FC Chelsea.

pav/sid