Senegal: Der afrikanische Newcomer - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Senegal Der afrikanische Newcomer

Zunächst die erstmalige Qualifikation für eine Weltmeisterschaft, dann das Endspiel beim Afrika-Cup. Senegals Fußball-Nationalmannschaft blickt schon vor dem WM-Debüt in Japan und Südkorea auf die erfolgreichsten sechs Monate ihrer Geschichte zurück.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Als einziger Afrika-Teilnehmer ohne WM-Erfahrung reist das Team von Nationaltrainer Bruno Metsu ins südkoreanische Seoul. Wie ihr französischer Trainer, der als Profi unter anderem bei Olympique Lille spielte und sich als Trainer dort und beim CS Sedan einen Namen machte, sammelten auch die meisten senegalesischen Spieler Erfahrung in Frankreich.

Der erst 21 Jahre alte Stürmerstar El Hadji Diouf vom RC Lens, Afrikas Fußballer des Jahres, und Khalilou Fadida von AJ Auxerre gehören zu den Leistungsträgern. Für Diouf, der im Elfmeterschießen beim Afrika-Cup-Finale 2002 gegen Kamerun den entscheidenden Strafstoß verschoss, wird ein Traum wahr: "Das WM-Turnier dürfte für die meisten von uns ein Höhepunkt der Karriere sein."

Trotz vermeintlich übermächtiger Qualifikationsgegner wie Marokko und Ägypten sicherten sich die Senegalesen das Ticket nach Südkorea. Aber für Coach Metsu muss das noch nicht die letzte Überraschung gewesen sein: "Wer uns als Punktelieferant betrachtet, kann ein böses Erwachen erleben."