Sepp Blatter Herausforderer Champagne muss aufgeben - DER SPIEGEL
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Fifa-Präsidentschaft Blatter-Herausforderer muss aufgeben

Da waren es nur noch vier: Jérôme Champagne ist aus dem Rennen für die Fifa-Präsidentschaft. Der Herausforderer von Joseph Blatter konnte nicht genügend Verbände finden, die seine Kandidatur unterstützen.
Champagne: Nur drei Verbände stützten seine Kandidatur
Champagne: Nur drei Verbände stützten seine Kandidatur

Champagne: Nur drei Verbände stützten seine Kandidatur

Foto: Julien Warnand/ dpa
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Hamburg - Jérôme Champagne hat seine Kandidatur für das Fifa-Präsidentenamt zurückziehen müssen. Er habe nur drei statt der notwendigen fünf nationalen Verbände als Unterstützer gewinnen können, bestätigte der Franzose.

Champagne hatte im Januar 2014 seine Bewerbung als erster öffentlich gemacht. Zuletzt hatte er sich mehrfach positiv über Amtsinhaber Joseph Blatter geäußert. Im Rennen um das wichtigste Funktionärsamt im Weltfußball sind neben Blatter noch Fifa-Vizechef Prinz Ali Bin Al Hussein, Michael van Praag aus den Niederlanden sowie Exprofi Luís Figo.

Champagne beklagte, dass nationale Verbände ihm die Unterstützung untersagt hätten, da diese durch die Wahlempfehlungen von ihren kontinentalen Föderationen unter Druck gesetzt worden seien. Unter anderen hatten sich bereits Afrika, Asien und Ozeanien für Amtsinhaber Blatter ausgesprochen. "Ungeachtet der Enttäuschung empfinde ich keine Bitterkeit, weil ich weiß, wie die pyramidale Struktur des Fußballs funktioniert", sagte Champagne.

Er nutzte seinen Rückzug auch für eine deutliche Kritik an Uefa-Präsident Michel Platini, ohne den Namen seines Landsmanns in einer dreiseitigen Erklärung explizit zu erwähnen. "Das Skript der nächsten Wochen und Monate lässt erwarten, dass die stellvertretenden Kandidaten die Kämpfe ausfechten, für die andere nicht den Mut hatten", schrieb Champagne.

Platini hatte auf eine Kampfkandidatur gegen Blatter verzichtet und stellt sich stattdessen am 24. März zur Wiederwahl bei der Europäischen Fußball-Union Uefa. Die verbliebenen drei Blatter-Herausforderer wurden bei ihrer Bewerbung von Verbänden aus Europa unterstützt. Der Weltverband lässt durch mehrere Gremien derzeit prüfen, ob die Kandidaten die notwendigen Kriterien erfüllen. Mit einer Entscheidung wird bis zum 9. Februar gerechnet. Eine Wiederwahl Blatters am 29. Mai in Zürich gilt derzeit als nahezu sicher.

cte/dpa

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