Sieg in Sofia: Schalke dreht nach der Pause auf - DER SPIEGEL
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Sieg in Sofia Schalke dreht nach der Pause auf

Zur Halbzeit sah es nicht gut für den FC Schalke 04 aus. Doch dann drehten die "Königsblauen" bei Lewski Sofia auf. In Durchgang zwei erspielte sich der letzte deutsche Vertreter eine glänzende Ausgangslage für das Viertelfinal-Rückspiel.
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Sofia - Die Schalker sind nach dem 3:1 (0:1) bei Lewski Sofia auf Halbfinal-Kurs. Gustavo Varela (48.), Lincoln (69.) und Gerald Asamoah (79.) bescherten dem Bundesligavierten mit ihren Treffern ein beruhigendes Polster für das Viertelfinal-Rückspiel am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Vor 38.000 Zuschauern war Lewski bereits in der sechsten Minute durch einen Treffer des früheren Bundesligaprofis Daniel Borimirow in Führung gegangen. Nach der frühen Gelb-Roten Karte gegen Mittelfeldspieler Sedrik Bardon wegen wiederholten Foulspiels (35.) nutzten die Schalker ihre Überzahl aber in der zweiten Hälfte aus. Varela staubte unmittelbar nach der Pause aus kurzer Distanz ab, nachdem ein Schuss von Lincoln noch abgeblockt worden war.

In der 69. Minuten war es dann Lincoln selbst, der mit einem Traumtor die Führung besorgte. Asamoah machte schließlich mit seinem Treffer alles klar. "Wir wollten unbedingt ein Tor machen, drei Tore sind natürlich unglaublich. Der Platzverweis ist uns entgegen gekommen", sagte Torschütze Asamoah. Damit winkt den Schalkern, die zuletzt in der Meisterschaft Schwächen gezeigt hatten, der dritte Halbfinal-Einzug in einem europäischen Wettbewerb nach 1970 und 1997.

Schalke erwischte einen schwachen Auftakt. Aus einer sicheren Defensive wollten die Gäste hinten die Null halten und möglichst schnell das so wichtige Auswärtstor erzielen. Dabei war es ausgerechnet ein Fehler des Türken Hamit Altintop, der den Gegentreffer einleitete. Aber auch der Serbe Mladen Krstajic machte beim Treffer von Borimirow, der insgesamt 214-mal für 1860 München in der Bundesliga spielte, keine gute Figur.

Nach der anfänglichen Drangphase der Bulgaren lösten sich die Schalker aus der Umklammerung und hatten ihre ersten Chancen. Ein Distanzschuss von Fabian Ernst, der im weiteren Verlauf der Partie seine dritte Gelbe Karte sah und damit für das Rückspiel gesperrt ist, verstrich knapp einen Meter über das Lewski-Tor (19.). Sechs Minuten später hatte Sören Larsen die bis dato größte Möglichkeit, als er nach einer Ecke von Lincoln per Kopf nur die Latte traf. Larsen, der bereits in der ersten Halbzeit Rot-gefährdet war, wurde zur Pause gegen Varela ausgetauscht.

Ein Glücksgriff von Slomka, wie sich drei Minuten später erwies, als Varela traf. "Die Einwechslung von Varela hat unserem Spiel gut getan", so Slomka. "Wir haben die Überzahl nach dem Wechsel konzentriert ausgespielt." Dabei muss sich die Slomka-Elf auch bei ihrem Torhüter Frank Rost bedanken, der im zweiten Durchgang zweimal großartig gegen Waleri Domowtschijski (52.) und Milan Kopriwarow (72.) parierte.

Lewski Sofia - FC Schalke 04 1:3 (1:0)
1:0 Borimirow (6.)
1:1 Varela (48.)
1:2 Lincoln (69.)
1:3 Asamoah (79.)
Sofia: Petkow - Milanow, Topusakow, Tomasic, Vagner - Borimirow, Stanislaw Angelow - Telkijski (75. Bukarew), Bardon, Jowow (70. Kopriwarow) - Domowtschijski (58. Emil Angelow). - Trainer: Stojlow
Schalke: Rost - Altintop, Bordon, Krstajic (83. Rodriguez), Kobiaschwili - Poulsen, Ernst - Lincoln - Asamoah, Kuranyi (74. Sand), Larsen (46. Varela). - Trainer: Slomka
Schiedsrichter: Riley (England) 
Zuschauer: 38.000
Gelbe Karten: Borimirow, Vagner / Larsen, Ernst, Altintop
Gelb-Rote Karte: Bardon (35./Sofia) wegen wiederholten Foulspiels

mig/sid

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