Solidarität mit Hitzfeld: "Eine perverse Sauerei" - DER SPIEGEL
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Solidarität mit Hitzfeld "Eine perverse Sauerei"

Die Diskussion um die Zukunft von Ottmar Hitzfeld beim deutschen Meister FC Bayern München stößt bei den Bundesliga-Trainern auf Ablehnung. In einer DSF-Sendung haben die Kollegen Jara, Neururer und Schaaf das Verhalten der Medien und der Vorstandsetage der Münchner gegenüber dem Meistercoach stark kritisiert.
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München - "Wenn es mal ein bisschen nicht läuft und das gleich so in die Kritik kommt, finde ich einfach eine Sauerei", sagte Chefcoach Kurt Jara vom 1. FC Kaiserslautern im Deutschen Sportfernsehen (DSF). Auch Peter Neururer vom VfL Bochum bezeichnete es als "fast pervers", einen Mann möglicherweise in Frage zu stellen, der immer noch Tabellenzweiter sei: "Die Erfolge, die er hatte, sprechen für sich."

Nach dem Aus in der Champions League und im DFB-Pokal sowie angesichts der fast aussichtslosen Ausgangslage im Kampf um die deutsche Meisterschaft mit elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Werder Bremen war Hitzfeld intern in die Kritik geraten. Der Vertrag des 55-Jährigen, der seit Sommer 1998 beim FC Bayern ist, läuft am Ende der kommenden Saison aus. In den letzten Wochen haben führende Bayern-Funktionäre wie Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß in Interviews immer wieder die Position von Hitzfeld in Frage gestellt.

Neben Jara und Neururer machte sich auch Thomas Schaaf in der am Donnerstagabend ausgestrahlten DSF-Sendung "Bundesliga aktuell" für Hitzfeld stark. "Das ist unglaublich, dass so etwas geschieht", sagte der Werder-Trainer, "der Mann hat so viel schon geleistet, hat so erfolgreiche Arbeit abgeliefert. Ich finde es unglaublich, dass man so einen Mann in so einer Art und Weise attackiert."

Kurioserweise schließt Hitzfeld trotz der anhaltenden Diskussionen um seine Person eine Vertragsverlängerung beim deutschen Rekordmeister nicht aus. Es würde die Möglichkeit der Verlängerung geben, das habe Hoeneß ausdrücklich gesagt und dafür werde er kämpfen, so Hitzfeld.

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