Spanisches Gericht verbietet Streik der Profifußballer - DER SPIEGEL
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Streit um TV-Vermarktung Spanisches Gericht verbietet Streik der Profifußballer

Der Streik fällt aus, die Saison der Primera División wird pünktlich beendet: Ein Gericht hat dem spanischen Fußballverband RFEF und der Spielergewerkschaft AFE untersagt, den Spielbetrieb im nationalen Profifußball auszusetzen.
Liga-Präsident Tebas: Auseinandersetzung vor Gericht
Liga-Präsident Tebas: Auseinandersetzung vor Gericht

Liga-Präsident Tebas: Auseinandersetzung vor Gericht

Foto: SUSANA VERA/ REUTERS
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Die spanische Justiz hat einen Streik der Fußballprofis zum Saisonende für illegal erklärt. Der Nationale Gerichtshof gab damit einem Antrag des Verbandes der Profi-Liga (LFP) statt und untersagte den Ausstand in einer einstweiligen Verfügung. In dem Urteil hieß es, der Streik würde den Abschluss der Meisterschaft verhindern und damit zu einem "ernsthaften organisatorischen Chaos" führen.

Die Spielergewerkschaft AFE hatte mit einem Streikaufruf den Spielbetrieb in der 1. und 2. Liga von diesem Wochenende an für unbestimmte Zeit zum Stillstand bringen wollen. Davon wären unter anderem die zwei letzten Spieltage der Primera División und das Pokalfinale zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao betroffen gewesen.

Der Streik sollte sich gegen eine Verordnung der spanischen Regierung richten, wonach die TV-Rechte für die Übertragung von Ligaspielen künftig nicht mehr von den einzelnen Klubs, sondern zentral von der Profiliga vermarktet werden. Die Fußballer fühlen sich bei der Verabschiedung der Regelung übergangen und verlangen Änderungen.

Die Liga wandte sich an das Gericht, weil sie in dem Ausstand einen "politischen Streik" sah und diesen daher als illegal betrachtete. Der Streik habe sich nicht gegen die Arbeitgeber richten sollen, sondern gegen eine Entscheidung der Regierung, betonte die LFP.

psk/dpa/sid