Vorwurf des Sportbetrugs Italiens Nationalcoach Conte droht Prozess
Nationaltrainer Conte: Sportbetrug als Trainer in Siena?
Foto: Ettore Ferrari/ dpaHamburg - Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Cremona wirft dem italienischen Fußball-Nationaltrainer Antonio Conte Sportbetrug vor. Die Anschuldigungen beziehen sich auf die Zeit von 2010 bis 2011, als Conte, 45, Coach des toskanischen Vereins AC Siena war.
Das geht aus dem Dossier der Staatsanwälte von Cremona hervor, die kurz vor dem Abschluss ihrer Ermittlungen um den Spielmanipulations-Skandal stehen. Demnach wird Staatsanwalt Roberto Di Martino die Eröffnung eines Prozesses gegen Conte und die anderen Verdächtigen beantragen. Dies berichten italienische Medien.
Conte soll 2011 über Spielabsprachen informiert gewesen sein und seine Kenntnisse nicht gemeldet haben. Der Trainer, der wegen der Ermittlungen der Staatsanwälte 2012 bereits zu einer zehnmonatigen Berufssperre verurteilt worden war, hat stets alle Vorwürfe bestritten.
Di Martino, der die Ermittlungen geführt hat, wirft 130 Personen, darunter mehreren Starspielern und Berfamo-Trainer Stefano Colantuono vor, eine kriminelle Vereinigung mit dem Ziel der Manipulation aufgebaut zu haben.
Zu den Verdächtigen zählen der Teamkollege von Miroslav Klose bei Lazio Rom, Stefano Mauri, der Ex-Kapitän von Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, der im Zuge der Ermittlungen in Untersuchungshaft musste, und der Ex-Stürmer der italienischen Nationalmannschaft, Beppe Signori.