Spielsperren: DFB plant Verschärfung - DER SPIEGEL
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Spielsperren DFB plant Verschärfung

Weil die nach Wochen zählenden Sperren wegen der Winterpause fast folgenlos sind, plant der DFB eine Reform der Rechtsordnung mit Umstellung auf Spielsperren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/Main - Die Rechtsinstanzen des DFB  nehmen die aktuellen Fälle der Bremer Profis Rade Bogdanovic und Mladen Krstajic wie auch die ebenfalls in die Winterpause fallende Acht-Wochen-Sperre des Cottbusers Christian Beeck zum Anlass, die Rechts- und Verfahrensordnung zu reformieren.

Statt einer Sperre auf Zeit soll es künftig nur noch Sperren nach Pflichtspielen geben. Einen entsprechenden Antrag haben Anfang Dezember der Sportgerichts- Vorsitzende Rainer Koch (München-Poing) und Chefankläger Horst Hilpert (Bexbach) bei der zuständigen DFB-Kommission gestellt.

Nach der derzeit geltenden Rechtsordnung sind Spielsperren aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht zulässig. Aus diesem Grund könne das Sportgericht zur "Abmilderung der Ungleichbehandlung" neben den Sperren nach Wochen nur noch zusätzliche Geldstrafen verhängen, hieß es in der DFB-Pressemitteilung. Diese Praxis sei für die DFB-Justiz unbefriedigend.

Spieler, die am letzten Spieltag eines Jahres eine Gelb-Rote oder die fünfte Gelbe Karte erhalten hätten, fehlten im ersten Spiel nach der Winterpause. Andererseits könnten Spieler, die eine Rote Karte sahen oder wegen krass sportwidrigen Verhaltens verurteilt wurden, nach Ablauf ihrer Sperre innerhalb der spielfreien Zeit wieder eingesetzt werden.

Um diesen Missstand zu beseitigen, werden Sportgericht und Kontrollausschuss auf dem DFB-Bundestag am 28. April 2001 in Magdeburg einen Antrag auf Änderung der Rechts- und Verfahrensordnung stellen, die ab der Saison 2001/2002 greifen soll.

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