Sponsoren: Telekom kritisiert den DFB - DER SPIEGEL
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Sponsoren Telekom kritisiert den DFB

Der öffentliche Aufruhr um den designierten Bundestrainer Christoph Daum hinterlässt seine Spuren auch im Sponsorenkreis des DFB.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Die Deutsche Telekom, einer der Hauptsponsoren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat Bedenken über die Vorgehensweise des Verbandes in der öffentlichen Diskussion um den designierten Bundestrainer Christoph Daum angemeldet. Jürgen Kindervater, Leiter der Gesamtkommunikation bei dem Bonner Unternehmen, sagte: "Mich wundert es, dass er die Entwicklung nicht früher aufgehalten hat. Entweder wird da bewusst jemand demontiert oder man lässt aus altem Streit heraus solche Schlammschlachten zu."

Kindervater sprach von einer "Rufmord-Kampagne, wie es sie in dieser Form im deutschen Sport noch nie gegeben hat. Das beschädigt das Image des deutschen Sports, des deutschen Fußballs und die Bemühungen im Kampf gegen den Drogenmissbrauch."

Weitaus defensiver verhält es sich bei DFB-Generalsponsor DaimlerChrysler. Man wolle sich zur momentanen Debatte nicht äußern, so Pressesprecherin Claudia Merzbach, "da das ein schwebendes Verfahren ist." Das Unternehmen hoffe aber, "dass sich das alles möglichst schnell aufklärt, nur noch über Fakten gesprochen wird und man nach dem schönen Spiel in England bald wieder zum Fußball zurückkehrt".

Das Elektronik-Unternehmen Panasonic reagierte gelassen auf die aktuellen Ereignisse. "Uns interessiert das, was bei der Nationalmannschaft auf dem Spielfeld passiert. Und das funktioniert. Mit Eventualitäten beschäftigen wir uns nicht. Wir beobachten das interessiert, was aber nichts an unserem Engagement mit dem DFB ändert", sagte Christian Sommer, Leiter der Unternehmenswerbung für Panasonic Europa. Unabhängig von der Qualität der Diskussion, so Sommer weiter, müsste man jede Woche seine Engagements überdenken: "Dann müsste man auch überlegen, ob man derzeit bei Bayer Leverkusen oder Bayern München noch richtig aufgehoben ist."