Stefan Effenberg Alles eine Frage der Überbelastung
La Manga - Ginge es nach Stefan Effenberg, muss die Champions League zügig re-reformiert werden. "Wir müssen wieder dahin kommen, dass nur eine Gruppenrunde stattfindet. Alles andere ist Wahnsinn. Die Leute, die das entscheiden, sind 50, 55 Jahre alt. Die sollten mal an die Gesundheit der Spieler denken", erklärte der 31-Jährige der Tageszeitung "Die Welt".
Wegen der ständig ansteigenden Belastung für die Spieler spricht sich Effenberg zudem dafür aus, dass die Spitzenclubs der Bundesliga auch weiterhin erst in der dritten Runde in den DFB-Vereinspokal einsteigen. "Ich verstehe nicht, warum das wieder geändert wurde."
Seine persönliche Zukunft lässt der Mittelfeld-Regisseur, der sich derzeit mit den Bayern im spanischen Trainingslager La Manga auf die Bundesliga-Rückrunde vorbereitet, unterdessen weiter offen. Zuletzt hatte sein Verein ihm eine frühzeitige Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2001 hinaus angeboten. "Der FC Bayern hat dadurch einen Stein bei mir im Brett. Das heißt aber nicht, dass ich hier verlängere", sagte Effenberg. Was ihm zum Abschluss seiner Karriere reize? "Mit Sicherheit nicht Spanien oder Italien. Aber England käme in Frage. Dort zu spielen, wäre eine Überlegung wert."
Selbst beim Thema Nationalmannschaft, das für Effenberg keines mehr ist, kam der 31-Jährige noch einmal auf die Resultate eines dichtgedrängtren Terminkalenders zurück. Teamchef Erich Ribbeck habe "es schwer, weil er so viele sehr stark belastete Bayern-Spieler im Kader hat." Deshalb müsse man, so Effenberg, auch den Spielplan ändern, denn dann kämen vielleicht auch wieder Begeisterung und Spaß zurück.