Stimmen "Mehr als mangelhaft"
1. FC Magdeburg - Bayern München
Trainer Eberhard Vogel (1. FC Magdeburg):
Das war eine
Riesensensation. Nicht einmal in unseren kühnsten Träumen hätten
wir daran gedacht. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment
machen, sie ist über ihre Grenzen hinausgewachsen. Die Bayern sind
sicherlich eine Klasse besser, aber heute waren wir besser. Es war
ein verdienter Sieg.
Trainer Ottmar Hitzfeld (Bayern München): Wir haben uns
blamiert. Ich bin maßlos enttäuscht. Wir haben gewusst, dass
Pokalsspiele schwer sind, aber in zwei Stunden nur ein Tor zu
erzielen, das ist mehr als mangelhaft. Wir haben unsere Chancen
nicht genutzt, dann ein "'Wurstel-Tor" kassiert, das man nicht
bekommen darf. Im Elfmeterschießen stehen die Chancen sowieso immer
50:50, da haben heute die besseren Nerven entschieden.
FC St. Pauli - Schalke 04
Trainer Dietmar Demuth (FC St. Pauli): Wir waren nicht clever
genug. Ich bin trotzdem stolz, dass wir dem Tabellendritten der
Bundesliga Paroli geboten und den Kampf angenommen haben. Meine
Spieler können jetzt erhobenen Kopfes weitermachen.
Trainer Huub Stevens (Schalke 04): Wenn man ein Auswärtsspiel
bei St. Pauli hat, weiß man, dass es schwierig wird. Heute war es
auch so. Leider waren wir beim Ausgleich vor der Pause nicht ganz
wach. Insgesamt aber ein großes Lob an beide Mannschaften.
Schließlich waren es auch schwierige Bodenverhältnisse.
SpVgg Unterhaching - 1860 München
Trainer Lorenz-Günther Köstner (SpVgg Unterhaching): Wir
haben in der zweiten Halbzeit die Bälle zu schnell verloren und uns
zu weit zurückgezogen. Das muss ich uns vorwerfen, auch wenn wir
noch sehr gute Konterchancen hatten. Der Unterschied waren Mykland
und Häßler, die die Pässe immer wieder nach vorne hineinspielen
konnten.
Trainer Werner Lorant (1860 München): Das war ein hoch
verdienter Sieg. Nach dem Rückstand war es unheimlich schwer. Aber
ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie
gefightet hat. Man hat gesehen, wie stark wir fußballerisch und
läuferisch sind.
VfL Wolfsburg - Hertha BSC Berlin
Trainer Wolfgang Wolf (VfL Wolfsburg): Berlin ist hier als
Tabellenführer mit breiter Brust aufgelaufen, und wir hatten Glück,
dass wir nicht gleich zu Beginn in Rückstand geraten sind. Danach
hat sich ein offener Schlagabtausch entwickelt, bei dem wir unsere
Chancen genutzt haben. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel
besser unter Kontrolle, aber erst das dritte Tor hat uns die letzte
Sicherheit gegeben.
Trainer Jürgen Röber (Hertha BSC Berlin): Nach den ersten
Minuten hatte ich ein gutes Gefühl. Leider machen wir aus einer
sehr guten Chance von Stefan Beinlich nicht das 1:0, sondern lassen
uns durch eine Standardsituation wieder in Rückstand bringen. Nach
dem Ausgleich haben wir erneut die Chance zur Führung, aber wenn
man diese Möglichkeiten nicht nutzt, ist es logisch, dass man das
Spiel am Ende verliert.