Streit um Daum Breitner rechnet mit "Erdbeben"
München - Die massiven Vorwürfe von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß gegen den künftigen Bundestrainer Christoph Daum werden nach Ansicht des früheren Fußball-Weltmeisters Paul Breitner schwerwiegende Konsequenzen haben. "Ich bin mir sicher, dass es am Ende dieser Sache einen der beiden in der Bundesliga nicht mehr geben wird", sagte Breitner in der Sendung "Blickpunkt Sport" des Bayerischen Fernsehens. "Es wird ein Erdbeben auslösen zugunsten von Christoph Daum oder gegen ihn."
Für Hoeneß könnte sich der öffentliche Vorstoß gegen Daum als Bumerang erweisen, wenn sich die Anschuldigungen gegen den Trainer von Bayer 04 Leverkusen als haltlos erweisen sollten, prophezeite Breitner: "Ich bin mir sicher, dass die Bundesliga den Uli Hoeneß dann 'raus mobben wird. Es wird ihn keiner mehr sehen und mit ihm zusammen arbeiten wollen."
Unabhängig vom Ausgang der Angelegenheit erwartet der Ex-Nationalspieler, dass die Sache als größter Skandal in die 37-jährige Bundesligageschichte eingehen wird. "Es wird so sein", meinte Breitner.
Hoeneß hatte am Wochenende in scharfer Form in Frage gestellt, dass Daum auf Grund seiner "persönlich-privaten Entwicklung" noch geeignet für das Bundestrainer-Amt sei. Bayer Leverkusen und Daum kündigten als Reaktion am Montag an, dass sie auf die Vorwürfe von Hoeneß mit einer Strafanzeige wegen Verleumdung und übler Nachrede reagieren würden.