Streit ums Gehalt: Enkes Flucht wird zum Eigentor - DER SPIEGEL
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Streit ums Gehalt Enkes Flucht wird zum Eigentor

Mitte dieser Woche packte Torhüter Robert Enke nach nur einem Saisonspiel seine Sachen bei Fenerbahce Istanbul und ging freiwillig zum FC Barcelona zurück. Die Katalanen sind über die überraschende Heimkehr des deutschen Torhüters alles andere als erfreut.
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Barcelona - Nach dem freiwilligen Abgang von Robert Enke aus Istanbul ist ein Streit zwischen Fenerbahce und dem FC Barcelona darüber entbrannt, welcher Club für das Gehalt des ehemaligen Bundesliga-Torwarts aufkommen muss. "Barça", das den Ex-Gladbacher für ein Jahr an den türkischen Fußballclub ausgeliehen hatte, lehnt für diese Saison jegliche Gehaltszahlungen an den 25-jährigen Deutschen ab. Die Katalanen wollen es dem Keeper allenfalls erlauben, mit den ausgemusterten Barça-Profis zu trainieren.

Enke steht in Barcelona bis 2005 unter Vertrag. Sein Jahresgehalt wird in Spanien auf 3,1 Millionen Euro brutto beziffert. Fenerbahces Trainer Christoph Daum hatte den Torwart für ein Jahr auf Leihbasis an den Bosporus geholt. Zwei Wochen nach seiner Verpflichtung löste Enke seinen Vertrag mit Fenerbache in gegenseitigen Einvernehmen auf und kehrte nach Barcelona zurück.

Die Türken wollen dem Keeper nach spanischen Presseberichten vom Freitag nun kein Gehalt mehr zahlen, da Enke von sich aus gegangen sei. Dem widerspricht Barça-Präsident Joan Laporta entschieden: "Fenerbahce bleibt gar nichts anderes übrig. Der Leihvertrag ist sehr klar. Die Möglichkeit einer einseitigen Aufkündigung ist darin nicht vorgesehen." Der FC Barcelona hat keinerlei Interesse, Enke in seinen Kader aufzunehmen. Der Club hat bereits vier Torhüter unter Vertrag.