Stürmersorgen: HSV greift nach Podolski - DER SPIEGEL
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Stürmersorgen HSV greift nach Podolski

Diese Nachricht wird man beim FC Bayern nicht gerne lesen: Der Hamburger SV hat sich heute offiziell in das Rennen um Kölns Nationalspieler Lukas Podolski eingeschaltet. Die Norddeutschen wollen den Stürmer in der Sommerpause an die Elbe holen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Der HSV hat Interesse bekundet", sagte Podolskis Berater Kon Schramm heute der dpa und bestätigte damit Meldungen in Hamburger Zeitungen. Bislang galt Rekordmeister Bayern München als Favorit für einen Wechsel des 20-Jährigen. HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer sagte der "Hamburger Morgenpost": "Wir wollen ihn im Sommer nach Hamburg holen."

Stürmer Podolski: "Wir wollen ihn nach Hamburg holen"

Stürmer Podolski: "Wir wollen ihn nach Hamburg holen"

Foto: AP

Laut Schramm hat es im November ein Gespräch mit dem HSV gegeben. "Doch Lukas hat einen Vertrag bis 2007. Wenn Wolfgang Overath sagt, er bleibt bis 2007, dann muss er bleiben." Allerdings haben die Rheinländer nur noch in diesem Jahr die Möglichkeit, für den Jungstar eine hohe Ablösesumme zu erzielen. Verhandlungen über die Transfersumme und das Gehalt sollen mit den Hamburgern bislang nicht geführt worden sein.

Auch Kölns Präsident Wolfgang Overath wurde schon über seine Absichten informiert. Ein Transfer in der Winterpause ist ausgeschlossen, auch Podolski hat bislang immer erklärt, dass er die Saison beim Aufsteiger zu Ende spielen will. "Der HSV kann gerne mitbieten. Aber ein Wechsel ist kein Thema", sagte Kölns neuer Manager Michael Meier.

In Hamburg könnte der Kölner rund zwei Millionen Euro im Jahr verdienen, während es in der Domstadt 300.000 Euro sein sollen. Die Ablösesumme wird auf rund zehn Millionen Euro geschätzt. Beiersdorfer reagiert damit auf die Sturmflaute des Champions-League-Anwärters. Sowohl Emile Mpenza (1 Tor) als auch Benny Lauth (2) blieben in dieser Saison bislang hinter den Erwartungen des Tabellenzweiten weit zurück. Auch Naohiro Takahara, der in seinen neun Spielen acht Mal eingewechselt wurde und dabei torlos blieb, ist derzeit keine Alternative und soll dem Vernehmen nach noch in der Winterpause abgegeben werden. Ein Interessent soll der Bundesligist Arminia Bielefeld sein.

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