Fußball-Bundesliga Aus für Schneider, Stevens neuer Trainer in Stuttgart
Schneider: Erst Ende August hatte er den Trainerjob von Labbadia übernommen
Foto: Thorsten Wagner/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart reagiert auf die Negativserie: Der Club hat sich von Trainer Thomas Schneider getrennt. Neuer Chefcoach ist der Niederländer Huub Stevens. Es ist der sechste Trainerwechsel in dieser Saison.
Die Stuttgarter, die in akuter Abstiegsgefahr stecken, zogen damit Konsequenzen aus dem 2:2 (2:1) gegen das Tabellenschlusslicht Eintracht Braunschweig. Der VfB hatte zunächst einen 0:1-Rückstand gedreht und führte bis kurz vor Schluss. Doch in der 82. Minute gelang Braunschweig noch der Ausgleich. Besonders bitter für Schneider: Sein Team ließ mehrere gute Chancen aus. Die beste vergab Christian Gentner, er scheiterte in der 52. Minute mit einem Elfmeter an Braunschweigs Torwart Daniel Davari.
Vor dem Punktgewinn gegen Braunschweig hatte der VfB achtmal in Folge verloren. Mit 20 Zählern belegt der VfB den 15. Tabellenplatz - unmittelbar vor dem punktgleichen Hamburger SV.
Kein Sieg in der Rückrunde
Der 41-jährige Schneider hatte den VfB erst Ende August 2013 von Bruno Labbadia übernommen und zunächst für einen spürbaren Aufwind gesorgt. Doch in der Rückrunde hat Stuttgart noch kein Spiel gewonnen. Dabei gab das Team häufig in der Schlussphase noch Partien aus der Hand.
Mit Schneider wurden auch die Assistenten Alfons Higl und Tomislav Maric von ihren Aufgaben entbunden. Schneider soll dem Verein aber laut Präsident Bernd Wahler in anderer Funktion erhalten bleiben. "Der Vorstand hat diese Entscheidung gemeinsam mit Thomas Schneider getroffen. Der Aufsichtsrat trägt diese einheitlich mit", sagte Wahler.
Der 60-jährige Stevens, der in der vergangenen Woche beim griechischen Erstligisten PAOK Saloniki entlassen worden war, übernimmt am Montag das Training beim VfB. Der Niederländer hatte in Deutschland bereits den FC Schalke 04, Hertha BSC, den 1. FC Köln und den Hamburger SV trainiert.