Stuttgart jubelt Kuranyi will bleiben
Stuttgart - "Wir sind ganz weit, es fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten", sagte Kuranyi nach dem 0:0 der Stuttgarter in Bochum. Laut "Bild"-Zeitung sollen die letzten Details noch in dieser Woche aus dem Weg geräumt werden. "Dann wird es eine schnelle Entscheidung geben", ließ Kuranyi-Berater Karlheinz Förster wissen. Zuletzt hatten Borussia Dortmund, Schalke 04 und der AC Mailand den in Brasilien aufgewachsenen Stürmer mit Geldscheinen gelockt.
Der Vater des 21-Jährigen, Kont Kuranyi, ist jedenfalls überzeugt, dass sein Sohn im Schwabenland bleibt: "Kevin gehört doch zum lebenden Inventar!" Die sportlichen Aussichten mit dem VfB Stuttgart könnten im Moment gar nicht besser sein - Tabellenführung in der Bundesliga, Achtelfinale in der Champions League, auch im Pokal noch dabei. Deswegen scheint das Geld, das andere Vereine bieten, längst nicht mehr so viel wert. "Was will er woanders? Sportlich gibt es im Moment nichts Besseres als den VfB", argumentiert auch Kuranyi-Kumpel Andreas Hinkel, 21, der trotz lukrativer Angebote in der vergangenen Woche entschied, in Stuttgart zu bleiben.
Die finalen Verhandlungen sollen am Mittwoch nach dem Pokalspiel in Mönchengladbach (Dienstag, 20.30 Uhr, SPIEGEL-ONLINE-Ticker) stattfinden. Dann soll Kuranyis Verkrampfung vor dem Tor endlich wieder gelöst werden - zuletzt traf er am 8. November beim Bundesligaspiel in Frankfurt. Sein Vater ließ wissen, dass das Gefeilsche um Kuranyi trotz nach außen demonstrierter Gelassenheit an dem Nationalspieler nicht spurlos vorüber gegangen ist. "Das liegt ihm alles wie ein Stein im Magen", so Kont Kuranyi.