Terrorismus: Bombendrohung gegen Lizarazu - DER SPIEGEL
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Terrorismus Bombendrohung gegen Lizarazu

Bixente Lizarazu, linker Verteidiger von Bayern München, steht vor dem Länderspiel der französischen Nationalmannschaft in Spanien unter speziellem Polizeischutz.
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Valencia - Der französische Fußballnationalspieler Bixente Lizarazu vom FC Bayern München ist auf Grund von Drohungen baskischer Eta-Terroristen vor dem Länderspiel in Spanien unter besonderen Polizeischutz gestellt worden. Die Sicherheitskräfte schirmten den Bayern-Verteidiger und das französische Nationalteam am Dienstag nach der Ankunft in Valencia ab. Der Bus, der die Mannschaft zum Hotel brachte, war vorher von Polizeiexperten auf Sprengsätze durchsucht worden.

Die Polizei bestätigte, dass zwei Anrufer Bombendrohungen gegen das französische Team durchgegeben hätten. Dabei handelte es sich aber offenbar nur um so genannte Trittbrettfahrer, die nichts mit der Eta zu tun hätten, hieß es. Lizarazu trifft mit dem Welt- und Europameister am Mittwoch in einem Länderspiel in Valencia auf das spanische Team. Der aus dem französischen Baskenland stammende Spieler hatte Ende vorigen Jahres einen Erpresserbrief der Eta erhalten. Darin wurde Lizarazu aufgefordert, seine Länderspiel-Gagen der Eta auszuzahlen.

Lizerazu darf sich nicht vom Kader entfernen


"Das Aufgebot an Sicherheitskräften, das wir einsetzen, ist mit der Polizeistärke bei einem normalen Fußballspiel nicht zu vergleichen", sagte der Polizeichef der Region Valencia, Segundo Martinez. "Der Grund dafür ist allein die Terrordrohung, die Lizarazu erhalten hat. Der Spieler erhält einen besonderen Schutz und darf sich vom Kader nicht entfernen." Die Polizei werde 200 uniformierte Beamte sowie mehrere Zivilfahnder einsetzen.

Die spanischen Sicherheitskräfte hätten den Sonderschutz für Lizarazu seit längerer Zeit vorbereitet und sich dabei eng mit der französischen Polizei abgestimmt. Neben Lizarazu würden auch dessen Mannschaftskameraden sowie die spanischen Spieler von Anti-Terror-Einheiten beschützt. Die baskische Untergrundorganisation Eta hatte kürzlich neben Lizarazu auch andere baskische Spitzensportler bedroht, die den Nationalmannschaften Spaniens oder Frankreichs angehören.