Torwart-Duell Kahn hat Mitleid mit Lehmann
Hamburg - "Ich kann die Situation von Jens in London nicht beurteilen. Doch ich finde es nicht angenehm, dass Jens auf der Bank sitzt", sagte Kahn in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung, "weder für ihn noch für mich." Während der Bayern-Torwart in den beiden ersten Begegnungen der Nationalelf gegen Japan (3:0) und Südkorea (1:3) das deutsche Tor hütete, drückt Lehmann beim Premier-League-Club FC Arsenal, der ihm für die Asien-Tournee des DFB keine Freigabe erteilt hatte, seit fünf Pflichtspielen die Reservebank. Arsenal-Coach Arsène Wenger sagte am Wochenende sogar, Lehmann könne den Verein verlassen, wenn er wolle.
Kahn vermisst offenbar den von Bundestrainer Jürgen Klinsmann ausgerufenen "offenen Konkurrenzkampf" zwischen den Torhütern im DFB-Team. "Ich will mich sportlich durchsetzen als der objektiv Bessere. Ich habe noch nie von den Problemen anderer profitieren müssen", sagte Kahn.
Wegen Lehmanns Degradierung droht auch das direkte Duell zwischen Kahn und Lehmann in der Champions League auszufallen. Am 22. Februar und 9. März trifft der FC Bayern im Achtelfinale auf den FC Arsenal.