Trainerdiskussion beim BVB Die Doll-Demontage
Dortmund - Die Nachricht dürfte in den Katakomben des Berliner Olympiastadions für miese Stimmung gesorgt haben. Zumindest in der Dortmunder Kabine. Dass Thomas Doll vor dem Abschuss stehe und mit Jürgen Klopp bereits ein Nachfolger gefunden sei, vermeldete der Fernsehsender N24 unter Berufung auf "interne Dortmunder Kreise".
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke betonte laut "Bild"-Zeitung, man habe mit keinem anderen Trainer gesprochen: "Wir haben einen Trainer." BVB-Sprecher Josef Schneck dementierte gegenüber SPIEGEL ONLINE ebenfalls: "Das ist absoluter Unsinn und entbehrt jeder Grundlage."
Dieses Dementi könnte man noch als taktisch motiviert abtun, schließlich hat der BVB so kurz vor dem Finale kein Interesse an ausufernden Personaldebatten. Doch auch in Mainz sorgt die vermeintliche Nachricht für große Erheiterung. Man müsse wohl damit leben, dass in jedem Verein, in dem über den Trainer diskutiert wird, der Name Klopp falle, sagt ein Funktionär aus der Mainzer Vereinsführung SPIEGEL ONLINE: "Da ist wirklich gar nichts dran."
Nach dem Schlusspfiff dürfte in Dortmund also die Suche nach dem Maulwurf los gehen. In Dortmund werden jedenfalls derzeit gezielt Namen potentieller Doll-Nachfolger lanciert, offenbar ist der BVB-Coach auch unter den Offiziellen längst nicht mehr unumstritten.
Darauf deutet auch ein Beitrag in der "Westfälischen Rundschau" hin, der mit interessanten Details aus Dolls Vertrag aufwartet. Wenn Doll heute Abend nicht den Cup hole, so das Blatt, werde nächste Saison ein neuer BVB-Trainer in Amt und Würden sein. Obwohl der Vertrag mit Doll erst im Februar um zwei Jahre verlängert wurde, wäre die vorzeitige Demission finanzierbar. In Dolls Vertrag stehe eine Klausel, die eine etwaige Abfindung auf 450.000 Euro begrenze.
hut/ruf