Trainerlizenz Babbel auf Konfrontation zum DFB
Hamburg - Markus Babbel, Teamchef des VfB Stuttgart, hat sich im Konflikt mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) um seine fehlende Trainerlizenz geäußert: "Da sind junge Trainer, die es geschafft haben, gute Arbeit abzuliefern und mit Mannschaften aufgestiegen sind, von denen es nicht jeder erwartet hätte. Zum Dank dann solche Knüppel zwischen die Beine zu bekommen, das ist sehr schade für die Kollegen", sagte Babbel dem Fernsehsender DSF.
"Sie werden dafür bestraft, dass sie eigentlich gute Arbeit abgeliefert haben. Da muss der DFB einfach darüber nachdenken." Babbel muss in der kommenden Saison einen Trainerlehrgang absolvieren. Derzeit arbeitet der Coach, der in neun Bundesliga-Spielen unter seiner Regie noch keine Niederlage hinnehmen musste, nur mit einer Sondergenehmigung des DFB.
Am Wochenende hatte es schon nach einer Einigung ausgesehen, nachdem der DFB die Ausbildung um einen Monat verkürzt und einen kompakteren Blockunterricht vom Montagmorgen bis zum Mittwochabend eingeführt hatte. Doch auch diese Regelung geht Babbel nicht weit genug. "Wenn ich bis Mittwoch oder Donnerstag in Köln sein muss, dann wird es natürlich unheimlich schwierig, die Mannschaft noch vernünftig zu trainieren und ihr meine Handschrift zu geben", sagte Babbel weiter: "Das ist eine Variante, die sich für mich derzeit sehr schwierig darstellt."
Gleichzeitig gab Babbel die direkte Champions-League-Qualifikation als neues Saisonziel der derzeit auf Platz sechs stehenden Schwaben aus. "Wenn ich die Möglichkeit habe, ganz oben anzugreifen, dann will ich auch ganz oben angreifen", sagte Babbel: "Realistisch ist im Moment der zweite Tabellenplatz. Wir sind drei Punkte entfernt und spielen noch gegen alle direkten Konkurrenten. Da haben wir eine glänzende Ausgangsposition."