Trainersuche: VfB verhandelt mit Trapattoni - DER SPIEGEL
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Trainersuche VfB verhandelt mit Trapattoni

Nicht Wolfgang Wolf, nicht Walter Schachner - Giovanni Trapattoni soll Nachfolger von Matthias Sammer beim VfB Stuttgart werden. Wie mehrere Zeitungen berichten, sind die Verhandlungen der Schwaben mit dem ehemaligen Bayern-Coach weit fortgeschritten. Eine Einigung wird in den nächsten Tagen erwartet.
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Stuttgart - Beim VfB soll Trapattoni nach dem Abgang der Nationalspieler Kevin Kuranyi zu Schalke 04 und Philipp Lahm nach München sowie dem bevorstehenden Abschied von Spielmacher Alexander Hleb zum FC Arsenal den Umbruch der Mannschaft und eine neue Erfolgs-Ära einleiten. VfB-Präsident Erwin Staudt bezeichnete den 66-jährigen Italiener als "positiv Fußball-Besessenen". Über den Stand der Verhandlungen mit dem Wunschkandidaten verriet Staudt gegenüber der "Stuttgarter Zeitung": "Jetzt geht es ans Eingemachte und damit an Dinge wie das Gehalt oder die Vertragslaufzeit."

Dass Trapattoni wie Sammer, den Staudt vor zehn Tagen entlassen hatte, eher als Disziplinfanatiker und Defensivspezialist gilt, stört den VfB-Präsidenten nicht. "Wenn dabei - wie zuletzt in Portugal bei Benfica Lissabon - der Titel herausspringt, ist dagegen nichts einzuwenden", so der 57-Jährige.

In Lissabon war Trapattoni offiziell wegen Heimweh aus seinem bis 30. Juni 2006 laufenden Vertrag ausgestiegen. "Ich vermisse meine Enkelkinder, meine Kinder und meine Frau. Ich werde mit ihnen sprechen und dann eine Entscheidung treffen", hatte er erklärt. Doch nun hat beim ehemaligen Coach der italienischen Nationalmannschaft, dem auch ein Angebot vom Serie-A-Klub Lazio Rom vorliegen soll, offenbar ein Umdenken stattgefunden. "Ich will mich nochmal bei einem Erstligisten beweisen", wird Trapattoni in der Münchner "tz" und im Kölner "Express" zitiert.

Weitere Kandidaten auf das Stuttgarter Traineramt sollen weiterhin der Norweger Trond Sollied vom belgischen Meister FC Brügge und Walter Schachner sein, der 2004 mit dem Grazer AK Österreichischer Meister wurde.

Welcher Meistertrainer letztendlich den Posten in Stuttgart übernimmt, er müsste den Neubeginn wohl mit einer runderneuerten Mannschaft starten. Denn nach den Wechseln von Kuranyi, Lahm und Imre Szabics (1. FC Köln) deutet auch bei Hleb vieles auf einen Abgang hin. Sein Berater Uli Ferber taxierte im SWR die Chance, dass der Weißrusse in Stuttgart bleibt, auf 50:50.

Englands Cup-Sieger FC Arsenal soll für den 24-jährigen Mittelfeldspieler, der beim VfB noch einen Vertrag bis 2008 besitzt, zwischen 12 und 15 Millionen Euro bieten. Nach Informationen des "kicker" soll auch Englands Meister FC Chelsea London Interesse an Hleb bekundet haben.

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