Transfer-Posse: Atletico-Boss will Effenberg weiterhin - DER SPIEGEL
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Transfer-Posse Atletico-Boss will Effenberg weiterhin

Der Transfer von Stefan Effenberg zu Atletico Madrid nimmt immer groteskere Züge an. Nachdem der Wechsel des alternden Bayern-Spielmachers bereits gescheitert zu sein schien, hat sich Atletico-Präsident Gil y Gil der Sache noch einmal angenommen.
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Madrid - Noch am Sonntag hatte Atleticos Sportdirektor, Paulo Futre, eine Verpflichting Effenbergs "völlig ausgeschlossen". Jetzt hat sich aber der eigenwillige und schlecht beleumundete Clubpräsident Jesus Gil y Gil zu Wort gemeldet. "Wir haben ihn und seine Familie in unsere Finca eingeladen. Wegen der Summen, die dabei gehandelt werden, wird es schwer. Aber ich kann nichts ausschließen", sagte der Vereinsboss, der den 33-jährigen Deutschen trotz einer Gehaltsforderung von geschätzten 4,75 Millionen Euro jährlich unbedingt zum souveränen Tabellenführer der zweiten spanischen Liga lotsen will.

Allerdings steht der Präsident anscheinend allein auf weiter Flur. Wie die Sportzeitung "AS" berichtet, soll neben Futre auch Atleticos Trainer Luis Aragones damit gedroht haben, seinen Job zu quittieren, falls Effenberg kommt. Das Sportblatt "Marca" ist ebenfalls entsetzt. "Mit Effenberg kam das Theater in den Verein", titelte die Zeitung am Montag.

Verhandlung mit Gil y Gil und Gaby Schuster

Effenberg war am Samstag nach dem Bundesliga-Spitzenspiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund (1:1) mit seiner Frau und Managerin Martina sowie den Kindern nach Madrid geflogen. "Marca" hatte daraufhin berichtet, Effenberg wolle den Transfer bei Verhandlungen mit Gil y Gil perfekt machen. Futre hingegen sagte, der Ex-Nationalspieler sei von "einer anderen Person bei Atletico" eingeladen worden, nicht aber von der sportlichen Leitung. Namen nannte er nicht.

Wie nun bekannt wurde, nahm neben den Effenbergs auch Gaby Schuster, Ehefrau und Beraterin von Spanien-Legionär Bernd Schuster und zugleich eine Freundin der Familie Effenberg, am Samstagabend an dem Treffen in der noblen Residenz des Atletico-Präsidenten teil. Die Schusters haben seit der aktiven Zeit von Bernd Schuster bei Atletico von 1990 bis 1993 gute Kontake zum Verein. Schuster trainiert derzeit Atleticos unmittelbaren Ligarivalen CD Xerez.

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