Transfer-Reform Uefa fordert Krisengipfel
Nyon - Die Uefa-Exekutive forderte auf ihrer Sitzung am Mittwoch in Nyon ein baldiges Treffen mit Fifa-Präsident Sepp Blatter und dessen Generalsekretär Michel Zen-Ruffinen, um das weitere Vorgehen der Verbände bei der Umsetzung der von der EU geforderten Reform des Transferrecht im Profifußball abstimmen.
Nach dem Willen der Uefa sollen die Streitpunkte bereits am kommenden Freitag diskutiert und möglichst ein Konsens gefunden werden. Unabhängig davon will die Uefa ihren Standpunkt, der in einigen Fragen von dem der Fifa abweicht, in direkten Gesprächen mit der Europäischen Union darstellen.
Der europäische Verband wies am Dienstag nochmals darauf hin, dass die von der Fifa gegenüber der EU gemachten Reformvorschläge nicht mit der Uefa abgestimmt worden seien und in ihren Inhalten weit von den am 31. Oktober 2000 getroffenen Absprachen beider Verbände abweiche. Das Fifa-Papier schade dem europäischen Fußball, weil es bei seiner Umsetzung zu einem tiefen Riss zwischen Europa und dem Rest der Welt käme.
So sieht es auch Bayern Münchens Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge in einem Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt": "Die Fußball-Welt wird dadurch in zwei Transfersysteme aufgeteilt: den EU-Raum, der extrem konditioniert wird, und den Rest der Welt, der alles wie bisher handhaben darf."