Transfer-Schnäppchen Billig, billiger, Ballack
München - "Eigentlich kommentieren wir diese Summen nicht. Aber wir zahlen nicht 28, sondern zwölf Millionen Mark Ablöse. Keine Mark mehr", erklärte Bayern-Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge der Tageszeitung "Die Welt".
Ballack, der noch bis 2005 in Leverkusen unter Vertrag stand, hatte am Tag vor Weihnachten bekannt gegeben, dass er zur kommenden Saison zu den Bayern wechseln und dort einen Vertrag bis 2006 unterzeichnen wird.
Der Nationalspieler soll in München ein Jahresgehalt von 8,5 Millionen Mark erhalten und dazu ein Handgeld von 30 Millionen Mark kassieren. Inklusive Erfolgsprämien soll der Transfer ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Mark haben. Rummenigge nannte Ballacks Verpflichtung im Vergleich "absolut nicht kostspielig. Das Ganze ist in vernünftigen Bahnen verlaufen."
Keine Ausstiegsklausel
Ballack gab für seinen Wechsel innerhalb der Fußball-Bundesliga vorwiegend sportliche Gründe an. "Kein Fußballer, der etwas im Leben erreichen will, denkt nur an Geld. Ich denke an Titel. Und Bayern ist die sportliche Top-Adresse, dort kann ich mich weiter entwickeln", sagte der Nationalspieler der "Bild"-Zeitung:
"Finanziell wäre, ohne Zahlen zu nennen, bei Real Madrid noch mehr
möglich gewesen. Aber es gab Gespräche mit Rudi Völler, der es
gerne gesehen hat, dass ich in Deutschland bleibe."
Endgültig überzeugt vom FC Bayern habe ihn allen voran Präsident Franz Beckenbauer. "Er hat die WM 2006 ins Land geholt, daraus wird für unseren Fußball viel erwachsen. Wenn der FC Bayern mehr deutsche Nationalspieler an sich bindet, kann das nur gut sein. Dann kann man sich dort im Tagesgeschäft auf die WM im
eigenen Land einspielen. Es ist ein Traum, in Deutschland Weltmeister zu werden. Wegen der WM 2006 habe ich auch keine Ausstiegsklausel."