Transferstreit Bayern droht Kehl
München - "Wenn er sich nicht an das Geschäft hält, das wir ohne Wenn und Aber abgemacht haben, dann wäre der Gang vors Arbeitsgericht eine Option für uns", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung". "Denn die andere Seite verhält sich nicht sauber."
Kehl, der noch bis 2003 beim SC Freiburg unter Vertrag steht, hat laut Bayern-Angaben dem Deutschen Meister eine Zusage für einen Wechsel "spätestens 2003" gegeben.
Die Münchener hatten Kehl laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung einen Scheck in Höhe von knapp zwei Millionen Mark zukommen lassen - als Handgeld für einen Wechsel des 21-Jährigen zum deutschen Rekordmeister. Doch der Freiburger soll diesen Scheck an Hoeneß zurückgeschickt haben. "Ich habe meine Entscheidung noch nicht getroffen", wird Kehl zitiert.
Rummenigge sauer auf Dortmund
Denn auch Borussia Dortmund buhlt um die Dienste des Nationalspielers und hat Kehl ein konkretes Angebot unterbreitet. Der Freiburger wäre im defensiven Mittelfeld eine Alternative zu Miroslav Stevic, Sunday Oliseh oder Stefan Reuter. BVB-Manager Michael Meier: "Wir wollen Kehl, geben den Kampf nicht auf."
Bayern Münchens Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge sagt zwar: "Wir sind mit Kehl einig. Bis Ende Januar muss er uns nur noch sagen, wann er kommen will. Wir haben auch mit den Herren Finke und Rettig gesprochen, sind uns auch da einig."
Doch wirklich sicher scheint sich Rummenigge nicht zu sein: "Ich finde es sehr eigenartig, wenn Dortmund unsere Vereinbarung mit Kehl nicht akzeptiert. Im Fall Rosicky sind wir aus dem Geschäft ausgestiegen. Das erwarten wir jetzt auch von Dortmund." Offenbar befürchtet Rummenigge einen erneuten Millionen-Poker.