Transferstreit: "Kehl zum BVB - na und?" - DER SPIEGEL
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Transferstreit "Kehl zum BVB - na und?"

Den Fans des SC Freiburg ist es anscheinend ziemlich egal, wohin ihr wertvollster Kicker wechselt. Ihr Verein wird bei einem sofortigen Verkauf Kehls in jedem Fall einige Millionen extra kassieren.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Schon in der Winterpause soll Kehl nach Informationen der "Bild"-Zeitung für mindestens sechs Millionen Mark Ablöse zu Borussia Dortmund wechseln. Der SC Freiburg würde damit mindestens 2,2 Millionen Mark mehr erhalten als jene 3,8 Millionen Mark, für die Kehl nach dieser Saison auf Grund einer Klausel vorzeitig aus seinem noch bis 30. Juni 2003 laufenden Vertrag mit Freiburg aussteigen kann. Das Jahresgehalt des 21-Jährigen in Dortmund soll angeblich 4,3 Millionen Mark betragen.

Kehl flüchtete am Dienstagabend nach der Freiburger 2:3-Niederlage in Bremen im Sprint vor den Reportern in die Umkleidekabine. Auf diesem Weg musste der Mittelfeldspieler erfahren, dass er inzwischen sogar bei den eigenen Fans unten durch ist. "Kehl, bring uns Geld und geh", stand auf einem Transparent in der Freiburger Kurve im Weserstadion geschrieben. Auf einem anderen Plakat war zu lesen: "Kehl zum BVB??? - na und?"

Warnung an Kehl und Berater Gerber


Derweil fordert Uli Hoeneß den Nationalspieler energisch zum Reden auf. "Solange er immer rumeiert, werden wir unser Recht verlangen. Er muss endlich mal die Wahrheit sagen", sagte der Manager des FC Bayern München. "Es gibt einen klar fixierten Vertrag, und es ist Geld geflossen", sagte FCB-Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge. "Wenn man dieses Geld nach fünf Monaten inklusive Zinsen zurückschickt, dann ist das sehr schmunzelnd bei uns zur Kenntnis genommen worden, ändert aber nichts daran, dass wir eine klare Vereinbarung haben." Rummenigge warnte Kehl und dessen Berater Franz Gerber: "Es wäre sicherlich das Schlechteste für Kehl, wenn die Angelegenheit vor Gericht geht."

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