Trauerfeier: Bewegender Abschied von Ottmar Walter - DER SPIEGEL
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Abschied von Ottmar Walter "Immer in unserem Herzen"

Bewegender Abschied: Die Fußball-Welt hat sich ein letztes Mal vor Ottmar Walter verneigt, dem Weltmeister von 1954, der am Sonntag im Alter von 89 Jahren gestorben war. In Kaiserslautern wird ihm eine Straße gewidmet.
Kaiserslautern-Fans trauern um Ottmar Walter
Kaiserslautern-Fans trauern um Ottmar Walter

Kaiserslautern-Fans trauern um Ottmar Walter

Foto: Uwe Anspach/ dpa
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Hamburg - Wolfgang Niersbach wählte große Worte: "Es war ein Ritterschlag für mich, ihn kennen zu dürfen. Ottmar Walter war, ist und bleibt ein Vorbild. Er hinterlässt Werte wie Fairness, Anstand, Bescheidenheit und Dankbarkeit", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Kaiserslautern bei der Trauerfeier für den Weltmeister von 1954, der am Sonntag im Alter von 89 Jahren gestorben war.

Auf dem Betzenberg war viel Fußball-Prominenz zusammengekommen, um Ottmar Walter die letzte Ehre zu erweisen. Neben Niersbach waren die beiden noch lebenden 54er-Mitspieler Horst Eckel und Hans Schäfer da. Kaiserslauterns Clubchef Stefan Kuntz und die aktuelle Profi-Mannschaft des Zweitligisten nahmen ebenso an der Zeremonie teil wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Lauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel.

"Ottmar Walter war eine großartige Persönlichkeit und ein großartiger Sportler, der immer Mensch geblieben ist", sagte Dreyer. "Er war bodenständig und bescheiden. Er hätte sich Allüren leisten können, man hätte ihm verziehen - aber das passte nicht zu ihm", sagte DFB-Präsident Niersbach. Stefan Kuntz erklärte unter Tränen, dass Walter "immer in unserem Kopf und in unserem Herzen bleiben wird".

Vor der Trauerfeier am Nachmittag war Ottmar Walter beigesetzt worden. Fans des 1. FC Kaiserslautern trugen sich in ausgelegte Kondolenzbücher ein. In der Stadt soll eine Straße nach Ottmar Walter benannt werden. Sein Bruder Fritz, ebenfalls Teil der deutschen Weltmeister-Elf von 1954, war vor elf Jahren gestorben.

buc/sid