Trikotstreit: Blatter hat ein "Problem mit Kamerun" - DER SPIEGEL
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Trikotstreit Blatter hat ein "Problem mit Kamerun"

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat das harte Urteil wegen einteiliger Trikots gegen den ehemaligen Afrikameister Kamerun gerechtfertigt. Offensichtlich fühlt sich die Fifa von den westafrikanischen Kickern nicht ausreichend respektiert.
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Zürich - Der kamerunische Verband habe "die Autorität der Fifa missachtet", sagte der Chef des Fußball-Weltverbandes in einem Exklusiv-Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Dienstag in Zürich: "Das musste bestraft werden." Weil die vom ehemaligen Bundesliga-Coach Winfried Schäfer trainierte Mannschaft im Afrika-Cup-Viertelfinale in einem Einteiler aufgelaufen waren, hatte die Fifa-Disziplinarkommission eine Strafe von sechs Punkten Abzug in der Qualifikation für die WM 2006 sowie 200.000 Franken verhängt.

Blatter will die Strafe der Disziplinarkommission, ein vom Fifa-Präsidenten unabhängiges Gremium mit dem Bundesgerichtshof-Präsidenten Günter Hirsch als Mitglied, allerdings nicht als Sanktion gegen die Ausrüsterfirma Puma verstanden wissen. "Wir haben kein Problem mit Puma. Wir haben ein Problem mit Kamerun. Der Verstoß gegen die Ausrüstungsvorschriften hätte höchstens eine finanzielle Buße nach sich gezogen. Schlimmer aber war, dass der Verband uns schriftlich zugesichert hatte, ab dem Viertelfinale mit einer neuen Ausrüstung anzutreten. Das hat Kamerun nicht getan und damit die Autorität der Fifa missachtet", erklärte Blatter weiter.

Puma hat inzwischen eine Zivil-Klage vor dem Landgericht Nürnberg angekündigt. Die Kameruner wollen derweil Berufung bei der Fifa einlegen, um das Urteil doch noch abzumildern. Auf dem weiteren Instanzenweg wäre dann der internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne zuständig.

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