Hoffenheims Remis gegen Leipzig Im Ansatz spektakulär
Leipzig-Hoffenheim
Foto: Simon Hofmann/ Bongarts/Getty ImagesDie Ausgangslage: Es war das Bundesliga-Debüt für RB Leipzig. Viele gehen bei dem Aufsteiger vom sicheren Klassenerhalt aus - einige von mehr. Dabei gab es schon beim Pokalaus in Dresden den ersten Rückschlag für das Team von Coach Ralph Hasenhüttl. Für Hoffenheim startet die erste volle Saison unter dem vielversprechenden Trainer Julian Nagelsmann. Auch der TSG prognostizieren Beobachter eine gute Saison.
Startaufstellungen:
Hoffenheim: Baumann - Kaderabek, Süle, Schär, Ochs - Vogt, Rupp, Rudy - Uth, Kramaric - Wagner
Leipzig: Gulacsi - Schmitz, Orban, Compper, Halstenberg - Ilsanker, Demme - Kaiser, Sabitzer - Poulsen, Werner
Das Ergebnis: 2:2 (0:0). Hier geht es zum Spielbericht.
Streitduell: Hoffenheim war lange der in der Fanszene wohl umstrittenste Klub in der Bundesliga. Der TSG wird fehlende Tradition nachgesagt. Dann kam RB Leipzig, gegründet im Jahr 2009. Und plötzlich bekam selbst Hoffenheim so etwas wie Sympathien in den sozialen Netzwerken - und schoss selbst gegen den Aufsteiger.
TSGler dissen RBler.
— Dudu (@Dudu1899) August 28, 2016
"Didi (Hopp) liebt die Region, RB die Millionen"
Kannste dir nicht ausdenken.
#TSGRBL pic.twitter.com/HyLCGifE1o
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Die erste Hälfte: Es entwickelte sich eine schwungvolle Anfangsphase zwischen zwei Teams mit hoher Qualität. Beide Mannschaften starteten offensiv, so ergaben sich schnell zahlreiche Torraumszenen. Die größte Gelegenheit vergaben Dominik Kaiser und Yussuf Poulsen für RB. Das hohe Tempo ließ Mitte der ersten Hälfte jedoch nach. Dazu standen die Defensivreihen auf beiden Seiten sehr sicher, es ging torlos in die Pause.
Die zweite Hälfte: Die begann mäßig, wurde aber noch spektakulär. Innerhalb von drei Minuten fielen zwei Tore: Erst traf Lukas Rupp nach einer Ecke (55.), dann ermöglichte TSG-Torwart Oliver Baumann den Ausgleich durch Kaiser (58.). Später rettete er allerdings mit einer starken Parade gegen Marcel Sabitzer immerhin das 1:1. Dann startete die turbulente Schlussphase: Erst sorgte Uth für die zweite Hoffenheimer Führung (83.), in der letzten Minute der regulären Spielzeit glich Sabitzer aus (90.).
Wiedersehen: Zwischen 2006 und 2008 hatte Ralf Rangnick die TSG Hoffenheim als Trainer von der dritten in die erste Liga geführt. Jetzt bereitete er als Coach auch für Leipzig den Weg in die Bundesliga und ist dort nun als Manager aktiv. Gleich zum Auftakt traf er auf den Klub, bei dessen großem Aufschwung er einst mithalf.
Ralf Rangnick
Foto: Uwe Anspach/ dpaAbschiedstournee: Fritz von Thurn und Taxis geht in seine letzte Saison. Eines hat der Sky-Kommentator dabei mit Leipzig und Hoffenheim gemeinsam: Kaum einer seiner Kollegen polarisiert so sehr wie er. Ein Jahr lang kann Thurn und Taxis noch zu Bundesligaspielen schwadronieren und Silben und Wörter so betonen, wie es sonst wohl keiner tut. Ein Jahr, in dem er seine Fans bestens unterhalten und seine Gegner zur Verzweiflung bringen wird.
"Die verstehen einen wenigstens"...Thurn und taxis über deutsche bzw. ausländische spieler...smh #sky #TSGRBL
— Gniddikon (@Gniddikon) August 28, 2016
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"Er ist noch kein richtiger Mann, er ist erst knapp 21 Jahre alt" (F. Thurn und Taxis) #hofrbl
— User (@kuh2007) August 28, 2016
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Erkenntnis des Spiels: In Ansätzen ließen Leipzig und Hoffenheim ihr Potenzial immer wieder aufblitzen: Die Teams sind spielerisch stark und technisch versiert. Oft trafen sie noch die falschen Entscheidungen, für das ein oder andere Spektakel könnten sie in der kommenden Saison allerdings sorgen. Auf RB wartet jetzt direkt eine große Bewährungsprobe: Nach der Länderspielpause ist der BVB zu Gast in Leipzig.