TV-Fußball: Vorbild Italien - DER SPIEGEL
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TV-Fußball Vorbild Italien

In der Diskussion um den Sendetermin "ran" ist nun ein Sendeformat wie in Italien vorgeschlagen worden. Die Sat.1-Macher wollen aber von Panikaktionen absehen.
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Berlin - Sat.1 wird möglicherweise aus dem Quotentief der "ran"-Fußball-Show am Samstagabend Konsequenzen ziehen und die Sendung splitten. Dies deutete Liga-Boss Werner Hackmann in der "Bild"-Zeitung an: "Ich könnte mir folgende Lösung vorstellen: Um 19 Uhr zeigt 'ran' alle Tore, so 20 Minuten kompakt. Und um 21.30 Uhr gibt's dann die große Fußball-Sendung mit Analysen und Interviews."

Kompaktfassung um 18 Uhr


Auch Bayern Münchens Vize-Präsident Karl-Heinz Rummenigge hatte in der "FAZ" dieses "italienische Modell" schon angesprochen. Dort werden vom staatlichen Fernsehen RAI Uno um 18 Uhr am Sonntag in einer Kompaktfassung über 45 Minuten alle Tore und entscheidenden Szenen der Nachmittagspartien ausgestrahlt. Rund drei Minuten werden von jeder Partie gezeigt.

Erst um 22.30 Uhr gibt es eine ausführliche Fußball-Show mit Interviews und Analysen. Diese wird sogar parallel von RAI ("Domenica Sportiva") und beim Privatsender Italia Uno ("Controcampo") gezeigt. Live-Bilder von der Serie A gibt es wie in Deutschland von der Bundesliga ("Premiere World") nur im Pay-TV.

"Wir lassen uns nicht nervös machen"


Die Einschaltquoten der Fußball-Show "ran" waren an den ersten beiden Bundesliga-Spieltagen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nur 2,22 bzw. 2,05 Millionen Zuschauer verfolgten im Durchschnitt die Sendung, die zu Saisonbeginn von 18.30 Uhr auf 20.15 Uhr verlegt worden war.

Sat.1 hatte eine baldige Rückverlegung der samstäglichen Fußball-Show "ran" in dieser Woche ausgeschlossen. Mindestens bis zum Jahresende soll der umstrittene 20.15-Uhr-Sendetermin nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der ProSieben-Sat.1-Media AG, Urs Rohner, beibehalten werden. "Es gibt keine Garantien für irgendetwas. Wir werden uns aber auch nicht nervös machen lassen und schauen uns das Ganze bis zum Jahresende sehr genau und selbstkritisch an. Sollten wir uns getäuscht haben, was ich nicht glaube, werden wir handeln", hatte der Senderchef der "Süddeutschen Zeitung" erklärt.

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