Uefa-Cup: Aachen wahrt seine Chance - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Aachen wahrt seine Chance

Alemannia Aachen hat weiter Spaß im Europapokal. In einem beherzten Spiel gegen AZ Alkmaar trotzte der Zweitligist dem Tabellenzweiten der niederländischen Ehrendivision ein torloses Unentschieden ab, das Hoffnung macht. Besonders die Spielweise der Aachener begeisterte die Zuschauer, ein Klassenunterschied war nicht erkennbar.
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Köln - Alemannia Aachen darf weiter vom Einzug ins Achtelfinale des Uefa-Cups träumen. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking kam gegen AZ Alkmaar zwar nicht über ein 0:0 hinaus und hat damit eine schwere Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Donnerstag in den Niederlanden. Doch der erste deutsche Zweitligist in der dritten Runde eines Europapokals erwies sich gegen den Spitzenclub der Ehrendivision als ebenbürtiger Gegner.

Vor 38.038 Zuschauern in Köln, die für einen Vereinsrekord bei einem Heimspiel der Aachener sorgten, war sogar ein Sieg der Alemannia möglich. Doch Schiedsrichter Georgios Kasnaferis aus Griechenland verweigerte den Aachenern in der 52. Minute nach einem Handspiel von Barry Opdam im eigenen Strafraum einen Elfmeter. Auf der Gegenseite glänzte Aachens Keeper Stephan Straub mit einigen großartigen Paraden und rettete so das 0:0.

"Spielerisch geglänzt"

"Ich hätte mir schon gewünscht, dass in der ein oder anderen Situation ein Tor für uns gefallen wäre. Ein 1:0 wäre eine noch bessere Ausgangsposition gewesen. Wir haben nicht nur gekämpft. Es ist uns perfekt gelungen, Alkmaars Spielaufbau zu stören, und wir haben auch spielerisch geglänzt", sagte Hecking zufrieden: "Wir wissen, dass es in Alkmaar ein ganz, ganz schweres Spiel wird. Aber wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen."

Hecking hatte sein Team gegenüber der 2:3-Heimniederlage im Ligaspiel gegen die SpVgg Unterhaching auf drei Positionen geändert. Für Willi Landgraf, Laurentiu Reghecampf und den gesperrten Moses Sichone rückte neben Daniel Gomez und Alexander Klitzpera auch Reiner Plaßhenrich ins Team. Der Mittelfeldspieler kam nach überstandener Verletzung zum ersten Mal im Jahr 2005 zum Einsatz.

Alkmaars Coach Co Adriaanse musste kurzfristig den dänischen Nationalstürmer Kenneth Perez ersetzen und ließ auch den in der Liga gesperrten Spielmacher Barry van Galen bis zur 78. Minute auf der Bank. Die dafür ins Team gerückten Adil Ramzi und Tarik Sektiouri hätten den Tabellenzweiten der niederländischen Ehrendivision schon früh in Führung schießen können: Ramzis Schuss aus 22 Metern lenkte Straub zur Ecke, direkt im Anschluss verzog Sektiouri nur knapp.

Die Alemannia legte nach 20 Minuten ihren Respekt ab und kam innerhalb einer Minute zu zwei guten Gelegenheiten. Zunächst schlug Sektiouri einen Kopfball von Aachens Innenverteidiger Thomas Stehle kurz vor der Linie aus der Gefahrenzone, nur wenige Sekunden später verfehlte Gomez mit einem 16-Meter-Schuss nur knapp das Ziel.

Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber zunächst Pech mit dem nicht gegebenen Strafstoß, danach aber Glück, als Kasnaferis Huysegems fälschlicherweise wegen Abseits zurückpfiff (58.) und Straub gegen den eingewechselten Robin Nelisse glänzend parierte (70.). In der Schlussphase kompensierten die Aachener noch das Handicap, dass die angeschlagenen Meijer und Reghecampf nur noch über das Feld humpeln konnten und nur deshalb nicht ausgewechselt wurden, weil die Gastgeber schon dreimal getauscht hatten.

Alemannia Aachen - AZ Alkmaar 0:0
Aachen: Straub - Brinkmann, Klitzpera, Stehle, Noll - Plaßhenrich (62. Paulus), Rolfes - Gomez (76. Schlaudraff) - Pinto, Meijer, Michalke (76. Reghecampf)
Alkmaar: Timmer - Kromkamp, Mathijsen, Opdam, de Cler - Landzaat, Ramzi (71. Lindenbergh), Buskermolen (62. Nelisse) - Meerdink, Huysegems (78. van Galen), Sektioui
Schiedsrichter: Georgios Kasnaferis (Griechenland)
Zuschauer in Köln: 38.038
Gelbe Karten: Rolfes, Noll / Buskermolen, Nelisse, Landzaat

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