Uefa-Cup Deutsche Teams kommen ordentlich rum
Monte Carlo - Wie die Auslosung am Freitag in Monte Carlo ergab, gastiert der SV Werder Bremen in der ersten Runde des Uefa-Cups zunächst beim FC Metalurg Donezk in der Ukraine. "Wir haben gewiss schon aufregendere Gegner gehabt", sagte Manager Klaus Alloffs, "für uns ist es wichtig, die erste Runde zu überstehen. Und ich denke, dass können wir schaffen."
Donezk ist der Aufsteiger im ukrainischen Fußball schlechthin. Der Club wurde erst 1996 gegründet und spielte bereits zwei Jahre später in der ersten Liga. Nach den Plätzen 14 (1999) und 4 (2000) landete Metalurg im Vorjahr auf dem dritten Rang und stand im Pokalfinale gegen den Meister Schachtjor Donezk. Damit qualifizierte sich der junge Verein erstmals direkt für den Uefa-Cup, dessen erste Runde am 19. September und 3. Oktober ausgespielt wird.
Schalke muss nach Weißrussland
DFB-Pokalsieger Schalke 04, der 1997 als letzte deutsche Mannschaft den Uefa-Cup gewonnen hatte, muss beim weißrussischen Verein FC Gomel antreten. "Ich kenne den Verein nicht. Ich weiß nur, dass er in Weißrussland liegt", sagte 04-Geschäftsführer Peter Peters, "ich muss jetzt nur Verantwortliche suchen und herausfinden, ob es einen Flughafen in der Nähe gibt." Ähnlich äußerte sich Trainer Frank Neubarth: "Den Namen Gomel habe ich noch nie gehört."
Der 1959 gegründete FC Gomel holte vergangene Saison in Weißrussland den Pokal und wurde Siebter in der Meisterschaft. Die Mannschaft von Trainer Sergej Podpaly qualifizierte sich für den Uefa-Cup erst durch zwei Siege gegen HJK Helsinki. Gomel ist mit 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Weißrussland. Das Zentralstadion, in dem der FC seine Heimspiele austrägt, fasst nur 5000 Zuschauer.
Hertha hat das schwerste Los gezogen
Hertha BSC, das in den beiden vergangenen Jahren jeweils in der dritten Runde des Uefa-Cups gescheitert war, spielt zuerst beim schottischen Club FC Aberdeen. "Vom Namen her ist Aberdeen einer der attraktivsten und sportlich interessantesten Gegner. Es ist für die erste Runde allerdings eine schwierige Aufgabe", sagte Berlins Manager Dieter Hoeneß im Hinblick auf die Partie am 19. September.
Der viermalige schottische Meister (1955, 1980, 1984 und 1985) beendete die vergangene Saison in der Premier League auf Rang vier und belegt aktuell nach drei Spieltagen den neunten Rang. Der bereits 1903 gegründete Klub der "Dons" hatte sportlich seine beste Zeit Anfang der achtziger Jahre. 1983 holte Aberdeen den Europapokal der Pokalsieger. Im anschließenden Supercupduell gegen den Champion der Landesmeister besiegten die Schotten den deutschen Meister Hamburger SV mit 2:0 und 0:0.
Nur Stuttgart mit Heimrecht im Hinspiel
Lediglich der VfB Stuttgart hat gegen den lettischen Verein FC Ventspils zunächst Heimrecht. Den Schwaben war der Sprung in den ehemaligen Messepokal erst über den UI-Cup gelungen. "Zum Gegner kann ich nichts sagen, wir kennen ihn nicht. Rein von der Wertigkeit der Länder her muss ich sagen: Wir werden eine Chance haben", so VfB-Manager Rolf Rüssmann.
In der heimischen Meisterschaft führt der lettische Meister derzeit die Tabelle mit acht Punkten Vorsprung an. In der Europapokal-Qualifikation setzte sich das Team des Briten Paul Ashworth mit 3:1 und 0:1 gegen den Schweizer Erstligisten FC Lugano durch und schaffte als zweiter lettischer Klub überhaupt den Sprung in den europäischen Wettbewerb. Star und großer Rückhalt des Teams ist Torhüter Deniss Romanovs.