Uefa-Cup: Ernst rettet den VfB - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Ernst rettet den VfB

Im Uefa-Cup-Hinspiel bei Ferencvaros Budapest hat der VfB Stuttgart zwar nicht geglänzt, doch das Erreichen der nächsten Runde sollte für die Mannschaft von Trainer Felix Magath möglich sein. Bester Mann der Schwaben war Torhüter Thomas Ernst.
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Budapest - Trotz einer spielerisch dürftigen Vorstellung darf der VfB Stuttgart von weiteren Millionen-Einnahmen im Uefa-Cup träumen. Mit dem 0:0 im Hinspiel bei Ferencvaros Budapest schufen die Schwaben beste Voraussetzungen, um in der zweiten Begegnung am 12. November im Gottlieb Daimler-Stadion den Sprung in die dritte Runde perfekt zu machen. Vor 16.000 Zuschauern hielt Torhüter Thomas Ernst mit guten Paraden das Unentschieden für die Stuttgarter fest, die in der zerfahrenen Partie kaum Akzente in der Offensive setzen konnten.

Gegen die zweikampfstarken Magyaren fand der VfB nicht zu seinem Rhythmus. Krassimir Balakow, der nach auskurierter Leistenverletzung im Mittelfeld erstmals wieder Regie führen sollte, bekam ebenso wenig die Fäden in die Hand wie Christian Tiffert, der auf der rechten Seite überraschend den Vorzug vor Aleksander Hleb erhalten hatte. In vorderster Front war der siebenfache Bundesliga-Torschütze Kevin Kuranyi zu sehr auf sich allein gestellt. Die einzige Möglichkeit des VfB in den ersten 45 Minuten verpasste der Portugiese Fernando Meira (33.), der nach Solo über das halbe Feld und Doppelpass mit Balakow an Torhüter Lajos Szücs scheiterte.

VfB-Abwehr unsicher


Verlass war indes auf Keeper Ernst. Mit einer Glanztat gegen den allein auf ihn zulaufenden Attila Tököli (25.) verhinderte der Vertreter des erkrankten Timo Hildebrand einen drohenden Rückstand gegen den Messepokal-Sieger von 1965. Vorausgegangen war ein Schnitzer von Marcelo Bordon, der nicht nur in dieser Situation die Konzentration vermissen ließ. Schon zuvor hatte Ernst bei Tökölis scharfer Hereingabe (23.) am schnellsten reagiert und im Zusammenspiel mit Andreas Hinkel geklärt.

Die Abwehr blieb auch nach Wiederbeginn die Achillesferse des VfB. Beim Kopfball-Aufsetzer von Zoltan Gera (49.) stand Ernst das Glück zur Seite, dann wurde Tököli (65.) im letzten Moment beim Torschuss abgeblockt. Die seit acht Europacup-Heimspielen ungeschlagenen Ungarn setzten den Bundesligisten weiter unter Druck, der nur noch bei einem Freistoß von Silvio Meißner (72.) auf sich aufmerksam machte. In der Schlussphase begnügten sich die Gäste damit, das torlose Remis über die Zeit zu bringen.

Zufriedener Magath


"Das 0:0 ist für uns ein gutes Ergebnis. Ich bin sicher, dass wir das Rückspiel gewinnen werden, auch wenn das Resultat noch keine Garantie dafür ist, dass wir weiterkommen. Der Schiedsrichter war nicht immer auf unserer Seite, vor allem weil er einige unangenehme Fouls der Budapester nicht geahndet hat", zog VfB-Coach Felix Magath trotz der wenig berauschenden Partie ein positives Fazit.

Ferencvaros Budapest - VfB Stuttgart 0:0
Ferencvaros Budapest: Szücs - Vukmir, Dragoner, Gyepes - Kriston, Kapic, Lipcsei, Szkukalek - Szili (74. Penksa), Tököli, Gera
VfB Stuttgart: Ernst - Hinkel, Meira, Bordon (54. Wenzel), Gerber - Soldo, Meißner - Tiffert (89. Mutzel), Balakow, Seitz (60. Hleb) - Kuranyi
Schiedsrichter: Vuorela (Finnland)
Zuschauer: 16.000
Gelbe Karten: Dragoner, Vukmir, Kriston - Bordon, Meira

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