Uefa-Cup: Freiburg im Pech - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Freiburg im Pech

Nach einer über weite Strecken guten Leistung hat der SC Freiburg am Donnerstagabend sein Drittrunden-Hinspiel im Uefa-Cup bei Feyenoord Rotterdam knapp verloren.
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Rotterdam - Fünf Tage nach dem 0:3 im Bundesliga-Derby beim VfB Stuttgart überzeugte der SC Freiburg trotz zahlreicher Ausfälle beim Vizemeister der niederländischen Ehrendivision mit Kampfgeist und Engagement, hatte kurz vor Ende aber Pech. In der 82. Spielminute gelang dem Japaner Shinji Ono das 1:0 für Feyenoord. "0:1 ist kein gutes Ergebnis, wir hätten besser 1:2 verlieren sollen", sagte Freiburgs Torwart Richard Golz nach dem Abpfiff und verwies auf die Auswärtstorregelung im Europacup: "Es ist schade, dass wir kein Tor erzielt haben."

Den ersten Ansturm der Rotterdamer überstanden die Freiburger schadlos. Nach fünf Spielminuten setzte der dänische Nationalstürmer John Dahl Tomasson einem Kopfball über den herausgeeilten SC-Torhüter Richard Golz aufs Tornetz. In der Folge blieben die Gastgeber, die in der Champions-League-Vorrunde an Sparta Prag und Bayern München gescheitert waren, zwar spielbestimmend. Mit zunehmender Dauer aber konnten sich die Freiburger zusehends befreien.

Freiburgs Doppelchance

In der 20. Spielminute verpassten Alexander Iaschwili und Stefan Müller bei einer Doppelchance sogar die mögliche Führung. Angesichts dieser Möglichkeiten fand Trainer Finke es hinterher "mehr als ärgerlich, dass wir verloren haben". Doch Freiburg stand bei Tomassons großer Möglichkeit (37.), die Golz gerade noch parieren konnte, auch das Glück zur Seite.

Die Breisgauer hatten große personelle Probleme und mussten ihre Abwehr völlig umstellen. Nationalspieler Sebastian Kehl fiel wegen einer Sperre aus, Benjamin Kruse ist für den europäischen Wettbewerb nicht spielberechtigt und Oumar Konde musste verletzt passen. Kurzfristig fiel auch noch Levan Zkitischwili im Mittelfeld verletzt aus, der angeschlagene Angreifer Adel Sellimi durfte nur auf der Bank Platz nehmen. Einzig positive Meldung: Stürmer Ibrahim Tanko konnte nach seinen Oberschenkelproblemen auflaufen.

Nach dem Wiederanpfiff suchten die Niederländer die Entscheidung. In der 49. Spielminute blieb Golz Sieger gegen den eingewechselten Smolarek. Aber auch Freiburg hatte noch eine Möglichkeit, doch Iaschwili scheiterte an Torwart Zoetebier (70.). Als das unerwartete 0:0 so gut wie gesichert schien, rutschte ausgerechnet der Routinier Andreas Zeyer aus, und ermöglichte Ono den 1:0-Siegtreffer. "Das Tor ist schon unglücklich gefallen", musste Pechvogel Zeyer zugeben, "ich denke aber, wir haben dennoch eine Chance aufs Weiterkommen."

Feyenoord Rotterdam - SC Freiburg 1:0 (0:0)
1:0 Ono (82.)
Rotterdam: Zoetebier - Gyan, de Haan, Sprockel, Rzasa (44. Smolarek) - Bosvelt, Tomasson, Ono - Kalou (49. dos Santos), Elmander, de Visser
Freiburg: Golz - Diarra, Müller - Zeyer - Willi (46. Coulibaly), Hermel, Tanko (70. Sellimi), But, Kobiaschwili - Ramdane (81. Bruns), Iaschwili
Schiedsrichter: Dougal (Schottland)
Zuschauer: 32.000
Gelbe Karten: Ono / Ramdane, But, Müller