Uefa-Cup Hamann lässt Liverpool jubeln
Sofia - Hamann steuerte zum 4:2 (3:2) im Drittrunden-Rückspiel in Sofia einen wichtigen Treffer bei. Der ehemalige Bayern-Profi erzielte das wichtige 3:2 eine Minute vor der Pause. Die Liverpooler hatten bereits nach elf Minuten durch Toren von Gerrard (7.) und Owen (11.) mit 2:0 geführt, ehe den Bulgaren der Ausgleich durch Ivanow (28.) und Simonovic (42.) gelang und das Spiel zu kippen drohte. Nach Hamanns Kopfballtreffer war der Widerstand der Gastgeber vor 40.281 Zuschauern endgültig gebrochen, Liverpools Kapitän Sami Hyypia traf in der 67. Minute zum 4:2. Die Reds hatten schon das Hinspiel mit 2:0 für sich entschieden.
Nach dem Sieg ließ auch der Druck auf Liverpool-Coach Gerard Houllier nach. Der Franzose war beim Tabellensechsten der englischen Premier League in den letzten Wochen enorm kritisiert worden. Vor dem Spiel in Sofia wurde sogar berichtet, dass Houllier vor Wochen per Post Morddrohungen erhielt und die Polizei sich inzwischen eingeschaltet hat. Nach dem Aus im FA-Cup beim FC Portsmouth (0:1) im vergangenen Monat wurde das Trainingsgelände der Reds mit dem Graffiti "I hope you die of Aids, Houllier" (Ich hoffe du stirbst an Aids, Houllier) verunstaltet.
Doch der Franzose, der 1998 nach Liverpool kam und 2001 mit dem Gewinn des Uefa-Cups, des Liga-Pokals und des FA-Cups einen dreifachen Triumph feiern durfte, wollte sich von den Drohungen nicht einschüchtern lassen. "Die Morddrohungen beeinflussen meine Leidenschaft für meine Arbeit nicht", berichtete der 56-Jährige den Reportern nach dem Spiel, "diese Sachen haben nichts mit meiner Liebe zur Stadt, den Menschen in Liverpool und den Fans zu tun. Unsere Anhänger waren heute wieder einmal phänomenal."
Münch mit Athen ausgeschieden, Rom und Inter weiter
Im Gegensatz zu Hamann musste ein zweiter deutscher Legionär seine Hoffnung auf die nächste Europapokalrunde begraben. Markus Münch verlor mit Panathinaikos Athen gegen AJ Auxerre mit 0:1 (0:0). Noch vor sechs Tagen hatten die Griechen noch ein torloses Remis bei den Franzosen erreicht.
Der AS Rom wendete indes das drohende Aus noch einmal ab. Der Tabellenzweite der italienischen Serie A gewann am Mittwoch das Drittrunden-Rückspiel gegen den türkischen Vertreter Gaziantepspor mit 2:0 (2:0) und machte damit die 0:1-Hinspielniederlage wett. Der Ex-Leverkusener Emerson (23.) und Antonio Cassano (43.) trafen für das Team von Trainer Fabio Capello. Mit Glück schaffte Inter Mailand gegen den Dortmund-Bezwinger FC Sochaux ein 0:0. Das reichte nach dem 2:2 im Hinspiel für die Qualifikation für das Achtelfinale.
Roms und Inters Ligakonkurrent AC Parma verpasste den Einzug in die nächste Runde. Die Italiener verloren bei Genclerbirligi in der Türkei mit 0:3 (0:1) und schieden sang- und klanglos aus. Schon das Hinspiel vor eigenem Publikum hatte der krisengeschüttelte Club mit 0:1 verloren. Die Achtelfinal-Paarungen werden am 11. und 25. März gespielt.
Valencia souverän
Souverän zog der FC Valencia in die nächste Runde ein. Die Spanier schafften nach Treffern von Angulo (12.) und Juan Sanchez (57.) ein 2:0 (2:0) bei Besiktas Istanbul. Bereits das erste Spiel hatte Valencia gegen die Türken mit 3:2 gewonnen. Mateja Kezman (43., 48.) war mit zwei Treffern der entscheidende Spieler beim Sieg des PSV Eindhoven gegen den AC Perugia (Hinspiel: 0:0). Rosenborg Trondheim nutzte das 2:1 (2:1) gegen Benfica Lissabon nach dem 0:1 im Hinspiel nichts. Newcastle United setzte sich mit 3:1 (1:1) gegen Valeranga IF aus Norwegen durch (Hinspiel: 1:1).
Für Hertha-Bezwinger Groclin Grodzisk kam das Aus gegen Girondins Bordeaux. Nach der 0:1-Heimniederlage mussten sich die Polen auch in Bordeaux deutlich mit 4:1 (2:0) geschlagen geben. Olympique Marseille reichte hingegen ein 0:0, um sich bei Dnepr Dnepropetrowsk durchzusetzen. Die Franzosen, die fünf Jahre lang nicht am Uefa-Pokal teilgenommen hatten, waren im Hinspiel mit 1:0 siegreich gewesen. Celtic Glasgow konnte sich eine 0:1 (0:1)-Niederlage beim tschechischen Team von FK Teplice leisten, nachdem die Schotten das Hinspiel mit 3:0 für sich entschieden hatten. Club Brügge schaffte mit dem 0:0 bei Debrecen VSC in Ungarn den Sprung in die nächste Runde dank des 1:0 im Hinspiel.