Uefa-Cup: Hamburg will Bukarest bestrafen - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Hamburg will Bukarest bestrafen

Der Hamburger SV hat sich für das Uefa-Cup-Rückspiel gegen Rapid Bukarest einiges vorgenommen. Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel brennt der Bundesligist vor heimischer Kulisse auf Revanche - vor allem, weil sich die Rumänen im Hinspiel alles andere als gastfreundlich zeigten.
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Hamburg - "Wir sind total sauer auf Rapid und die Geschehnisse rund um die Partie", sagte Kapitän Daniel van Buyten in Bezug auf die merkwürdigen Ereignisse im Achtelfinal-Hinspiel. Die Spieler des HSV waren in Bukarest von den Balljungen beleidigt, beim Training angepöbelt, auf der Anfahrt behindert und mit unzureichend aufgepumpten Trainingsbällen versorgt worden.

Doch damit nicht genug. Das Foul an HSV-Stürmer Mustafa Kucukovic, der mit einer Gehirnerschütterung vom Platz musste, wertete Trainer Thomas Doll als vorsätzliche Körperverletzung. Entsprechend vehement formuliert Doll nun: "Wir wollen das zurückgeben, was wir dort erlebt haben." Spielmacher Rafael van der Vaart ergänzte: "Das Hinspiel ist nicht vergessen. Wir bestrafen Bukarest dafür mit 3:0 - und tschüs."

Einfach wird es für den Tabellenzweiten der Bundesliga am Mittwoch Abend (19.00 Uhr, Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) auf keinen Fall, immerhin schalteten die Rumänen im laufenden Wettbewerb bereits Hertha BSC Berlin und Feyenoord Rotterdamm aus. Um sich erstmals seit 16 Jahren wieder für das Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs zu qualifizieren, muss der HSV mit mindestens drei Toren Vorsprung gewinnen. Damit das gelingt, hat sich Doll für eine Taktikvariante entschieden, die der 39-Jährige als "kontrollierte Aggressivität" bezeichnet. Demnach sollen seine Spieler die Zweikämpfe annehmen, die Spieler von Bukarest permanent attackieren und unter Druck setzen. "Wir haben mindestens 90 Minuten Zeit", so Doll. "Deshalb dürfen wir nicht ins offene Messer laufen."

Selbstvertrauen haben die Hamburger beim souveränen Erfolg gegen Kaiserslautern gesammelt. "Wir wollen den Schwung aus der Bundesliga mitnehmen und die Rumänen weg hauen", sagte David Jarolim, der im Hinspiel gesperrt war. Doch auch Bukarest brennt aufs Weiterkommen, schließlich befindet sich das Team von Trainer Razvan Lucescu in der besseren Ausgangsposition. "Ein Tor in Hamburg ist Pflicht, das könnte entscheidend sein", sagte Lucescu, fügte aber hinzu: "Es wird eine sehr schwere und heiße Partie." Die Gäste müssen zwar mit dem gesperrten Kapitän Vasile Maftei auf ihren wichtigsten Abwehrakteur verzichten, dennoch wird man die ganze Konzentration auf dicht gestaffelte Abwehrreihen legen. Als zusätzlichen Motivationsschub hat Club-Besitzer George Copos eine Siegprämie von 15.000 Euro pro Spieler ausgelobt.

Beim HSV baut man in erster Linie auf Mittelfeldregisseur Rafael van der Vaart, der sich auf dem Weg zu alter Stärke befindet. Nach dem dritten Saisontor von Benjamin Lauth gegen Kaiserslautern hofft Doll, dass auch der Angreifer zu neuem Selbstbewusstsein gefunden hat und damit den seit Wochen formschwachen Sturm beleben kann.

Ein besonderes Spiel wird es in jedem Fall für Stürmer Sergej Barbarez. Morgen endet das Ultimatum der Vereinsführung zur Vertragsverlängerung. Der stolze Bosnier wird wohl ablehnen, die Zeichen stehen nach sechs Jahren auf Trennung. Barbarez lässt das nicht unberührt, seit Wochen läuft er seiner Form hinterher.

Voraussichtliche Aufstellung:
Hamburg: Kirschstein - Mahdavikia, Boulahrouz, Van Buyten, Atouba - Wicky - Jarolim, Trochowski - Van der Vaart - Barbarez, Lauth. - Trainer: Doll
Bukarest: Coman - Marius Constantin, Perja, Rada - Badoi, Negru, Constantin Stancu, Nikolae Constantin, Ionut Stancu - Burdujan, Niculae. - Trainer: Lucescu
Schiedsrichter: Bo Larsen (Dänemark)

knu/sid/dpa

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