Uefa-Cup: Hertha kriegt das Flattern - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Hertha kriegt das Flattern

Hertha BSC muss um den Einzug in das Achtelfinale des Uefa-Cups bangen. Gegen den englischen Premiership-Club FC Fulham kam der Bundesliga-Sechste im Hinspiel vor heimischem Publikum nur zu einem knappen Sieg.
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Berlin - Hertha gewann am Dienstag lediglich mit 2:1 (1:0) gegen den FC Fulham. Die Tore für die Gastgeber beim 33. Europacupsieg erzielten Ersatzkapitän Stefan Beinlich (28.) und Gästestürmer Facundo Sava (68.) per Eigentor. Für die Engländer war Steve Marlet (53.) vor nur 14.447 Zuschauern im Olympiastadion zum zwischenzeitlichen 1:1 erfolgreich.

In den beiden vergangenen Jahren waren die Berliner jeweils in der dritten Runde des Uefa-Cups ausgeschieden. Letztmals hatte die Hertha in der Saison 1978/79 das Achtelfinale erreicht. Das Rückspiel findet am 12. Dezember in London statt. "Wir haben gegen eine starke Mannschaft gewonnen, aber wegen des Gegentores kann ich nicht zufrieden sein", sagte Hertha-Coach Huub Stevens. Ähnlich sah es Nationalspieler Arne Friedrich: "Das 1:1 war ein kleiner Schock. Im Rückspiel wird es eine ganz heiße Kiste."

Drei Tage nach dem 0:1-Heimpleite in der Bundesliga gegen den SV Werder Bremen begannen die Berliner sehr zurückhaltend. Es dauerte bis zur 25. Minute, ehe Michael Hartmann mit einem Schuss aus 20 Metern Fulhams Torwart Edwin van der Sar erstmals auf die Probe stellte. Aufregender wurde es in der 28. Minute. Erst scheiterte Marcelinho mit einem Schuss aus 18 Metern am niederländischen Nationalkeeper. Den folgenden Eckball brachte der Brasilianer aber so platziert auf Beinlich herein, dass dieser zum 1:0 einköpfen konnte.

Überraschender Ausgleich für Fulham

Von den Gästen aus dem Londoner Westen war in der ersten Halbzeit so gut wie nichts zu sehen. Der frühere Europameister Jean Tigana hatte seine Elf sehr defensiv eingestellt. Erst nach dem Wechsel erhöhte der Club des milliardenschweren Geschäftsmannes Mohammed Al Fayed das Tempo und kam zu Chancen. Eine dieser Gelegenheiten nutzte Marlet: Der Franzose konnte in der 53. Minute aus kurzer Distanz nahezu ungehindert zum 1:1 einköpfen, nachdem Martin Djetou zuvor nur den Pfosten getroffen hatte.

Die Hertha ließ sich von dem Ausgleich jedoch nicht beeindrucken. Belohnt wurden die Angriffsbemühungen in der 68. Minute, als der Argentinier Facundo Sava einen Freistoß von Marcelinho ins eigene Tor abfälschte. Zehn Minuten später hatte der Südamerikaner in Diensten der Hertha noch eine Großchance. Doch Marcelinho scheiterte mit einer Direktabnahme am glänzend reagierenden van der Sar.

Hertha BSC Berlin - FC Fulham 2:1 (1:0)
1:0 Beinlich (28.)
1:1 Marlet (53.)
2:1 Sava (68., Eigentor)
Hertha: Kiraly - Friedrich, van Burik, Nene, Hartmann - Dardai, Beinlich (90. Pinto), Schmidt (58. Simunic), Marcelinho - Goor, Alves (58. Preetz)
Fulham: van der Sar - Finnan, Melville, Goma, Brevett - Goldbaek (46. Boa Morte), Djetou, Davis, Malbranque (79. Inamoto) - Marlet, Sava
Schiedsrichter: van Egmond (Niederlande)
Zuschauer: 14.447
Gelbe Karten: Preetz, Dardai / -