Uefa-Cup: Hertha verpasst Vorentscheidung - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Hertha verpasst Vorentscheidung

Die Kräfteverhältnisse waren eindeutig verteilt. Trotzdem hat es Hertha BSC verpasst, schon im Hinspiel Uefa-Cup-Qualifikation für klare Verhältnisse zu sorgen. Gegen den georgischen Pokalsieger schaffte der Bundesligist nur einen knappen Sieg. Nun hoffen die Berliner auf das Rückspiel.
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Berlin - In der letzten Qualifikationsrunde für den UEFA-Cup erreichten die Berliner gegen den FC Ameri Tiflis trotz deutlicher Überlegenheit und phasenweise gefälligen Spiels nur ein 1:0 (0:0). Erst in der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Nigerianer Solomon Okoronkwo aus kurzer Distanz für den Siegtreffer. Das Rückspiel findet am 24. August in Tiflis statt.

Vor 7.377 Zuschauern im Jahnsportpark, in den die Berliner angesichts des unattraktiven Gegners ausgewichen waren, setzte Hertha ganz auf Offensive. Trainer Falko Götz brachte in Marko Pantelic und Neuzugang Srdjan Lakic zwei Angreifer. Der Argentinier Christian Gimenez, Herthas zweiter neuer Angreifer, war noch nicht spielberechtigt. Jung-Star Kevin Boateng fehlte wegen einer Meniskusverletzung. Vor allem der Serbe Pantelic hätte die Berliner schon frühzeitig erlösen können. Im ersten Durchgang sorgte der lauffreudige Angreifer gleich mit drei Distanzschüssen (11., 12., 33.) für Gefahr, doch alle Schüsse strichen am Tor vorbei.

Die größte Chance der Hausherren besaß jedoch der Kroate Lakic, dessen zwei Kopfbälle hintereinander in der 38. Minute jeweils von der georgischen Abwehr auf der Torlinie abgefangen wurden. Drei Tage vor dem Bundesliga-Start am Sonntag beim VfL Wolfsburg bemühten sich die Herthaner über weite Strecken um ein geordnetes Angriffsspiel. Nationalspieler Arne Friedrich drang über die rechte Seite immer nach vorne, von links versorgten der brasilianische Nationalspieler Gilberto und "Zecke" Neuendorf die Stürmer mit Flanken, doch den Angreifern fehlte im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit.

Den Gästen aus Osteuropa gelangen nur selten Entlastungsangriffe. In der ersten Halbzeit sorgte ein Freistoß von Mittelfeldregisseur Georgi Dekanosidse, der drei Jahre beim deutschen Zweitligisten Greuther Fürth gespielt hatte, noch für die größte Aufregung, ohne das die Hertha-Abwehr ernsthaft in Gefahr gebracht wurde. Ansonsten konzentrierten sich die äußerst athletisch wirkenden Georgier, bei denen der 18 Jahre alte Jungstar Rati Zinamdsgwrischwili erst in der 80. Spielminute eingewechselt wurde, auf die Defensivarbeit und bauten ein Abwehrbollwerk auf.

Herthas Trainer Götz reagierte in der zweiten Halbzeit auf die Misere im Sturm und brachte in der 58. Minute Solomon Okoronkwo für den glücklosen Lakic, was sich am Ende auszahlte. Direkt im Anschluss besaß Friedrich mit einem Schuss aus dem Hinterhalt eine weitere Großchance, doch der Berliner Verteidiger zielte genau auf den georgischen Keeper Surab Kwatschachia. In der 84. Minute besaß der eingewechselte Patrick Ebert mit einem Distanzschuss eine weitere Tormöglichkeit. Bei den Berlinern verdienten sich der lauffreudige Pantelic sowie Gilberto die Bestnoten, bei den Gästen aus Georgien waren die Abwehrspieler George Davitnidse und Wachtang Chwadagiani die besten Akteure.

sid, Nikolaj Stobbe

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