Uefa-Cup "Milan schüchterte die Deutschen ein"
Gazzetta dello Sport:
"Der AC Mailand griff nach dem Traum, doch das Wunder blieb aus. Die Rot-Schwarzen können mit Stolz auf dieses Spiel zurückblicken, doch das Debakel vor acht Tagen in Deutschland bleibt ein dunkler Schatten für den Klub von Carlo Ancelotti. Hätte die Mannschaft auch in Dortmund so gespielt, wäre der Einzug ins Finale gegen Feyernoord sicher gewesen. Jetzt fällt der Vorhang für die Mailänder Klubs und für den italienischen Fußball. Es bleibt Reue und Wut. Beim Finale der Champions League und des Uefa-Cups sitzen die Italiener wieder einmal nur auf der Zuschauerbank. Dabei hatten italienische Klubs zwischen 1989 und 1999 zehnmal den Einzug ins Uefa-Cup-Endspiel geschafft. Doch es waren andere Zeiten, sogar ein anderes Jahrhundert."
Tuttosport: "Der Stolz der Mailänder genügte nicht. Das Wunder blieb aus, doch AC Mailand schied mit erhobenem Haupt aus. Diesmal spielte Milan die Hauptrolle. Nach einer schwierigen halben Stunde, in der die Deutschen zwei Tore einstecken mussten, raffte sich Borussia Dortmund wieder auf. Lehmann war alles andere als in Top-Form, rettete aber Borussia in der zweiten Halbzeit."
Corriere dello Sport: "Der AC Mailand verabschiedete sich ehrenvoll. Das Wunder blieb aus, doch die Mailänder hatten bis zuletzt das Ziel hartnäckig im Auge. Die Milan-Spieler schüchterten die Deutschen ein. In der ersten halben Stunde erlebte Borussia einen Panikzustand. Wer das Hinspiel nicht gesehen hat, musste sich sich fragen, wie Mailand eine Woche zuvor vier verheerende Tore einstecken konnte."
Corriere della Sera: "Milan holte das 0:4 aus dem Hinspiel nicht auf, rettete aber wenigstens die Ehre. Nach dem Debakel im Westfalenstadion besiegen die Mailänder Dortmund mit rationaler Aggressivität. Das Aus im Uefa-Cup ist somit weniger bitter. Während in Dortmund Ancelottis Mannschaft mit der Angst vor einer Niederlage gespielt hatte, hat AC Mailand im San-Siro-Stadion die Rolle des Opfers abgelehnt."
Repubblica: "Die Mailänder hofften bis zuletzt, doch eine großartige erste Halbzeit und ein spannendes Finale genügte Ancelottis Mannschaft nicht, um das Debakel im Westfalenstadion wettzumachen. Die Mailänder, die im Hinspiel von den Gegnern verhöhnt worden waren, verzichteten auf Fatalismus und zeigten eine ungeahnte Aggressivität."