Uefa-Cup: Mühevoller Hertha-Sieg - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Uefa-Cup Mühevoller Hertha-Sieg

Nur schwer in Tritt kamen die Berliner Bundesligakicker bei ihrem Uefa-Cup-Ausflug in Chisinau. Gegen den Fußballknirps aus Moldawien mussten sie erst einmal einem Rückstand hinterherlaufen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Chisinau - Hertha BSC Berlin hat sich über 20 Jahre nach dem letzten Auftritt im Uefa-Pokal mit einer schwachen Leistung zurückgemeldet, das Tor zur zweiten Runde aber dennoch weit aufgestoßen. Die Berliner siegten beim moldawischen Serienmeister Zimbru Chisinau glanzlos mit 2:1 (1:1) und können dem Rückspiel am nächsten Donnerstag im heimischen Olympiastadion gelassen entgegensehen. Vor 4400 Zuschauern im Stadion der Republik bei sommerlichen Temperaturen erzielten Michael Preetz (25.) und der eingewechselte Ali Daei (63.) die Tore für den Bundesligisten.

Der Rückkehr der Berliner in den Uefa-Cup, in dem sie zuletzt 1979 erst im Halbfinale an Roter Stern Belgrad gescheitert waren, begann mit einem Schock. Noch bevor Hertha ins Spiel kam, nutzte Sergej Epurianu (11.) die Unsicherheiten in der durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Nationalspieler Marko Rehmer und Rene Tretschok neu organisierten Abwehr zur Führung für Zimbru aus. Der Spielmacher der moldawischen Nationalmannschaft brauchte nur noch einzuschieben, nachdem Hertha-Keeper Gabor Kiraly einen Schuss von Victor Berco per Fuß nicht weit genug abgewehrt hatte.

Zuvor erspielten sich die Berliner zwar ein Übergewicht im Mittelfeld, die Moldawier aber agierten aggressiver und zielstrebiger. Hertha wirkte in der baufälligen Arena überhastet und der Spielaufbau blieb oft nur Stückwerk. Andreas Schmidt kam zur ersten Gelegenheit, doch sein Distanzschuss (16.) war zu harmlos. Etwas überraschend fiel wenig später der Ausgleich zum 1:1. Nach einem sehenswerten Steilpass von Alex Alves lupfte Torjäger Michael Preetz den Ball über den heraustürmenden Torhüter Denis Romanenko ins lange Eck.

Die besten Chancen zur Führung noch vor dem Seitenwechsel hatten Dariusz Wosz (31.) und Michael Hartmann (45.), doch sie scheiterten am beherzt auftretenden Romanenko. Nach der Halbzeit blieb alles beim Alten. Vorne ließen Alves (50.) sowie Stefan Beinlich (58.) mit einem Freistoß Möglichkeiten aus, und in der Defensive blieb die Unsicherheit - trotz der Herausnahme von Josip Simunic. Ein anderer Wechsel brachte hingegen mehr: Der in der 51. Minute von Röber aufs Feld geschickte Daei nutzte einen Querpass von Hartmann eiskalt zum 2:1.

Sergej Aliuta, sid