Uefa-Cup: Remis für Leverkusen, Frankfurt patzt gegen Palermo - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Remis für Leverkusen, Frankfurt patzt gegen Palermo

Unentschieden in Brügge, Niederlage gegen Palermo - Die Ergebnisse von Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt in der Zwischenrunde des Uefa-Cups haben die Chancen auf ein Weiterkommen deutscher Teams nicht gerade erhöht.
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Frankfurt am Main - Pflicht erfüllt, aber einen ersten großen Schritt im Kampf um das Weiterkommen in der UEFA-Cup-Gruppenphase verpasst. Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen musste sich zum Auftakt in der Gruppe B nach einer schwachen zweiten Halbzeit mit einem 1:1 (1: 0) beim 13-maligen belgischen Meister FC Brügge begnügen, zeigte aber nach dem 0:3-Debakel beim VfB Stuttgart eine deutliche Leistungssteigerung. Dennoch steht der Werksklub im nächsten Gruppenspiel am 23. November in der BayArena gegen den englischen Traditionsklub Tottenham Hotspur, der sich zum Auftakt 2: 0 bei Besiktas Istanbul durchsetzte, bereits unter Druck.

Vor 17.789 Zuschauern im Jan-Breydelstadion brachte Nationalspieler Bernd Schneider die Leverkusener zunächst in Führung (35.). Doch Philippe Clement sorgte kurz nach der Pause für den verdienten Ausgleich des Tabellenvierten der ersten belgischen Division. Damit wartet das Team von Trainer Michael Skibbe seit über vier Jahren auf einen Auswärtssieg im internationalen Geschäft.

Zwei Abwehrfehler besiegelten die Niederlage von Eintracht Frankfurt gegen US Palermo. Pech für den Bundesligisten: Der Siegtreffer der Italiener fiel erst kurz vor dem Abpfiff.

45.000 Zuschauer jubelten in Frankfurt, als Albert Streit seine Mannschaft in der Schlussphase der ersten Halbzeit in Führung brachte. Da sah noch alles nach einem gelungenen Auftakt für die Eintracht in der Zwischenrunde des Uefa-Cups aus.

Aber schon vier Minuten nach dem Wiederanpfiff glich Franco Brienza für den Tabellendritten der italienischen Serie A aus. Cristian Zaccardo (87.) erzielte in der Schlussphase den 2:1-Siegtreffer für die aggressiv und selbstbewusst auftretenden Gäste.

Dabei hätte Eintracht-Stürmer Ioannis Amanatidis zuvor seine Mannschaft erneut in Führung bringen können, traf mit seinem Schuss aus halbrechter Position aber nur den Pfosten (67.).

"So eine Niederlage kann uns auf keinen Fall umwerfen. Wir haben hervorragend gespielt und hätten als Sieger vom Platz gehen müssen. Bei den Gegentoren haben wir unglücklich ausgesehen", sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel, der trotz der Niederlage mit seinem Team zufrieden war.

Torhüter Markus Pröll aber haderte mit seinen Vorderleuten: "Wir haben einfach geschlafen. Beim zweiten Tor stand vier Meter rund um den Torschützen niemand, eine Mannschaft wie Palermo nutzt das eiskalt und brutal aus."

Auch beim ersten Treffer Palermos hatte die Frankfurter Abwehr nicht überzeugend ausgesehen.

Frankfurt kassierte damit die erste Niederlage im elften Pflichtspiel der Saison. Im Uefa-Cup sind Newcastle United, Celta Vigo und Fenerbahce Istanbul die weiteren Gegner Frankfurts.

Eintracht Frankfurt - US Palermo 1:2 (1:0)
1:0 Streit (45.+2)
1:1 Brienza (49.)
1:2 Zaccardo (87.)
Frankfurt: Pröll - Rehmer (64. Ochs), Kyrgiakos, Vasoski, Spycher - Huggel - Streit, Meier, Köhler - Amanatidis, Thurk (84. Fink). - Trainer: Funkel
Palermo: Fontana - Zaccardo, Dellafiore, Biava, Pisano - Munari (61. Diana), Guana, Parravicini, Capuano (74. Bresciano) - Brienza (89. Simplicio), Caracciolo. - Trainer: Guidolin Schiedsrichter: Alon Yefet (Israel)
Zuschauer: 45.000
Gelbe Karten: Köhler, Vasoski, Thurk - Guana, Caracciolo, Zaccardo

FC Brügge - Bayer Leverkusen 1:1 (0:1)
0:1 Schneider (35.)
1:1 Clement (46.)
Brügge: Stijnen - Pedersen, Maertens, Clement, Gvozdenovic - Englebert, Vermant, Blondel, Daerden - Ishiaku (87. Yulu-Matondo), Balaban. - Trainer: Ferrera
Leverkusen: Butt - Haggui, Madouni, Juan (81. Toure) - Barnetta (90.+2 Babic), Ramelow, Rolfes, Stenman - Schneider, Barbarez - Kießling (67. Woronin). - Trainer: Skibbe
Schiedsrichter: Georgios Kasnaferis (Griechenland) Tore: Zuschauer: 17.789 Beste Spieler: Daerden, Clement - Butt, Schneider
Gelbe Karten: Ishiaku, Blondel, Gvozdenovic - Barnetta, Madouni, Schneider

reh/hen/sid/dpa