Uefa-Cup Sporting träumt vom Heim-Finale
Hamburg - Sporting Lissabon gewann gegen Alkmaar mit 2:1 (1:1). 40.000 Zuschauer hatten zuvor ein spannendes Spiel gesehen, in dem der erst 21-jährige Mauricio Pinilla erst zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer für Sporting erzielte.
Alkmaar, das erstmals nach 22 Jahren wieder international mitmischt, war durch Denny Landzaat nach 36 Minuten in Führung gegangen. Im direkten Gegenzug erzielte Rodolpho Douala den Ausgleich (37.). In der zweiten Halbzeit hätten die Niederländer, die in der 3. Runde den deutschen Zweitligisten Alemannia Aachen ausgeschaltet hatten, bei einigen guten Chancen erneut in Führung gehen können. Alkmaar hat aber dennoch im Rückspiel sehr gute Chancen, das Finale zu erreichen, wo das Team 1981 an Ipswich Town gescheitert war.
Sporting, das im laufenden Wettbewerb fünf von sechs Heimspielen gewonnen hatte, beendete ausgerechnet an der letzten Hürde vor dem Heim-Endspiel eine schwarze Serie. Im vierten Anlauf gelang es dem Europapokalsieger der Pokalsieger von 1964 erstmals, auf eigenem Rasen ein europäisches Halbfinale zu gewinnen.
Ein eher schwaches Spiel sahen 15.000 Zuschauer beim zweiten Halbfinale in Parma, wo der heimische FC kein Mittel gegen die Abwehr von ZSKA Moskau fand und nach dem 0:0 um den Finaleinzug zittern muss. Die in der heimischen Liga abstiegsbedrohten Italiener schonten wieder einmal ihren Starstürmer Alberto Gilardino für den Kampf um den Klassenerhalt. Nach der Nullnummer wird es schwer, im Rückspiel in Moskau noch ins Endspiel einzuziehen und um den dritten Uefa-Cup-Triumph der Vereinsgeschichte zu spielen.