Uefa-Cup: Stuttgart glanzlos weiter - DER SPIEGEL
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Uefa-Cup Stuttgart glanzlos weiter

Nach Hertha BSC hat auch der VfB Stuttgart das Achtelfinale des Uefa-Cups erreicht. Die Schwaben konnten im Rückspiel gegen den FC Brügge allerdings nicht an die guten Leistungen der jüngsten Zeit anknüpfen.
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Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat sich mit dem Einzug ins Uefa-Cup-Achtelfinale sein Weihnachtsgeld verdient und darf nun auf eine Millionen-Einnahme hoffen. Die spielerische Magerkost und den Ärger über Fernando Meiras in der 71. Minute verschossenen Handelfmeter machte der eingewechselte Aliaksandr Hleb mit seinem Tor in der Nachspielzeit wett und sicherte den Schwaben das glückliche 1:0 (0:0) gegen Champions-League-Absteiger FC Brügge.

Schon das Hinspiel hatte die Mannschaft von Trainer Felix Magath mit 2:1 gewonnen. Der Sieg brachte jedem Spieler erstmals eine Europacup-Prämie von rund 7000 Euro ein. In der Runde der letzten 16, die an diesem Freitag in Nyon zugleich mit dem Viertelfinale ausgelost wird, hoffen die mit 16,6 Millionen Euro verschuldeten Schwaben auf eine attraktive und lösbare Aufgabe.

Trotz der zähen Partie war Magath "hochzufrieden" mit seinem Team. "Die Mannschaft hat gekämpft wie die Löwen und alles gegeben", so der VfB-Coach, der nachsichtig war, was die spielerische Klasse des Spiels anging. "Wir hatten nicht die richtigen Nerven, um mit dem Vorsprung im Rücken ruhig aufzuspielen. Wir hatten Angst, was zu verlieren, und haben uns zu wenig zugetraut."

Balakow überzeugte


Nach zuletzt zwei Lehrstunden in der Bundesliga sollten Magaths Schüler nach den Worten ihres Trainers "selbst die Initiative ergreifen und so spielen, als stünde es noch 0:0". Doch die 34.000 Zuschauer sahen ein zerfahrenes Spiel, in dem die Gastgeber mehr von den Fehlern des Gegners lebten als vom eigenen konstruktiven Angriffsspiel. Dabei zeigte Krassimir Balakow eine ansprechende Leistung, aber im Sturm konnte Jochen Seitz seine Nominierung nach Grippeerkrankung nicht rechtfertigen.

Auf der anderen Seite wurde Brügge mit zunehmender Spielzeit stärker. Zwingende Chancen entsprangen aus dem Übergewicht gleichwohl auch nicht. Ein Grund dafür war, dass Andreas Hinkel anders als im Hinspiel Andres Mendoza diesmal besser im Griff hatte. Die beste Chance hatte in der 26. Minute auch nicht der peruanische Nationalstürmer, sondern Sandy Martens, der mit seinem 20-Meter-Flachschuss an Torhüter Timo Hildebrand scheiterte.

Magaths glückliches Händchen mit Hleb


Stuttgart Trainer Felix Magath brachte nach dem Wechsel Aliaksandr Hleb für den unglücklich agierenden Ioannis Amanatidis und gab damit das Zeichen für mehr Offensivgeist. Nur sechs Minuten später hatte Hleb das Joker-Tor schon vor Augen, doch nachdem er drei Belgier umspielt hatte, verstolperte der Weißrusse.

Die beste Chance, das Achtelfinale fest zu buchen, vergab aber Meira. Der portugisische Nationalspieler schnappte sich nach einem unverständlichen weil unbedrängten Handspiel von Milan Lesnjak den Ball und knallte ihn an die Latte. Danach hatte Mendoza noch zwei gefährliche Chancen für Brügge. Doch Hildebrand, der neben Balakow und Hinkel die besten Noten verdiente, rettete dem VfB den Sieg, den Hleb mit seinem Tor in letzter Minute sicherte.

VfB Stuttgart - FC Brügge 1:0 (0:0)
1:0 Hleb (90.)
VfB Stuttgart: Hildebrand - Hinkel, Bordon, Meira, Gerber - Soldo, Meißner - Amanatidis (46. Hleb), Balakow, Seitz (76. Schneider) - Kuranyi (87. Dundee)
FC Brügge: Verlinden - de Cock, Lesnjak (83. Sebrennikow), Clement, van der Heyden - Englebert, Simons, Ceh - Verheyen (83. Smolders) , Martens, Mendoza
Schiedsrichter: Ibanez (Spanien)
Zuschauer: 34.000
Gelbe Karten: Meißner, Gerber / Verheyen
Bes. Vorkommnis: Meira (Stuttgart, 71.) verschießt Handelfmeter

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