Uefa-Cup Stuttgarts B-Elf verspielt den Gruppensieg
Stuttgart - Zwar besiegte der VfB zum Abschluss der Gruppenphase Rapid Bukarest mit 2:1 (2:0) Toren, doch aufgrund des Treffers der Rumänen durch Lucian Burdujan in der 80. Minute rutschte der Bundesligist noch vom ersten auf den dritten Tabellenplatz ab. Zuvor hatte Mario Gomez den VfB mit einem "Doppelpack" (20. Minute, 37.) klar auf die Siegerstraße gebracht.
Damit belegt Stuttgart in de Gruppe G auf Grund des schlechteren Torverhältnisses hinter den Rumänen sowie dem ukrainischen Club Schachtjor Donezk nur den dritten Platz und muss fürchten, bei der Auslosung der Zwischenrunde am Freitag in Nyon auf einen schwereren Gegner zu treffen.
Trainer Giovanni Trapattoni, der sich später zufrieden zeigte, riskierte dabei viel und ließ vor rund 14.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion eine B-Elf auflaufen. Weil die Stuttgarter schon vor der Partie für die Zwischenrunde qualifiziert waren, veränderte der "Maestro" seine Startelf im Vergleich zum 1:0 im Ligaspiel am vergangenen Samstag beim VfL Wolfsburg gleich auf sieben Positionen.
Der leicht angeschlagene Nationaltorhüter Timo Hildebrand stand ebenso wie Innenverteidiger Fernando Meira und der dänische Stürmer Jon Dahl Tomasson (Oberschenkelverhärtung) nicht einmal im Kader. Verzichten musste Trapattoni ohnehin auf den gelb-rot-gesperrten Silvio Meißner. Kapitän Zvonimir Soldo und Angreifer Danijel Ljuboja, der in der Gruppenphase drei Tore geschossen hatte, saßen nur auf der Bank.
Doch auch ohne ein halbes Dutzend Stammspieler machte der VfB nach anfänglichen Problemen seine Sache gut - allen voran Gomez. Beim 1:0 profitierte der hochgewachsene Stürmer allerdings von einem kapitalen Fehler von Mihai Minca. Der Bukarester Ersatzkeeper konnte den Ball nicht festhalten, Gomez schob ungehindert zur Führung und fügte den Rumänen den ersten Gegentreffer in der Gruppenphase zu.
Danach wurde der VfB sicherer. Nur zwei Minuten nach der Führung hätte Christian Gentner nachlegen können. Bei einem Distanzschuss von Thomas Hitzlsperger (34.) war Minca auf dem Posten, ehe erneut Gomez mit einem abgefälschten Schuss für das 2:0 sorgte.
Nach dem Seitenwechsel wurde Bukarest stärker. Doch Hildebrand-Vertreter Dirk Heinen hinterließ einen souveränen Eindruck im Tor und verhinderte lange Zeit einen Gegentreffer der Rumänen. Auf der Gegenseite hätte der für Gomez eingewechselte Marco Streller nach schnellen Kontern für die Entscheidung sorgen müssen. Zunächst erkannte der italienische Schiedsrichter Domenico Messina einen Treffer des Schweizers wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht an (62.). Eine Minute später scheiterte Streller frei an Minca. Bei Bukarester Gegentor machten allerdings die Abwehrspieler Markus Babbel und Hinkel keine gute Figur.
VfB Stuttgart - Rapid Bukarest 2:1 (2:0)
Stuttgart: Heinen - Hinkel, Babbel, Delpierre, Gerber - Gentner, Carevic, Hitzlsperger, Grönkjaer (89. Stranzl) - Cacau (76. Tiffert), Gomez (60. Streller). - Trainer: Trapattoni
Bukarest: Minca - Marius Constantin, Maftei, Rada - Badoi, Maldarasanu, Ilyes (76. Burdujan), Karamyan - Buga (64. Dica), Nicolae Constantin (52. Vasilache), Niculae. - Trainer: Lucescu
1:0 Gomez (20.)
2:0 Gomez (37.)
2:1 Burdujan (80.)
Schiedsrichter: Messina (Italien)
Zuschauer: 14.000
Gelbe Karten: Carevic / Maldarasanu, Ilyes, Burdujan